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Tarifkommission sieht in Verhaltensweise der Arbeitgeberseite …

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Tarifkommission sieht in Verhaltensweise der Arbeitgeberseite Störung der Sozialpartnerschaft - einseitige Gehaltserhöhung ohne Rechtssicherheit

Tarifinfo AWO Berlin (06/2016) vom 22.01.2016

Aus unserer Sicht haben die Geschäftsführer*innen mit den vor Weihnachten veröffent-lichten Mitteilungen in allen Gliederungen der Tarifgemeinschaft AWO Berlin den Bogen überspannt. Das Vorgehen der Arbeitgeberseite, einseitig Gehaltserhöhungen und eine Einmalzahlung schon im Januar 2016 ohne Tarifabschluss umzusetzen, stellt aus unserer Sicht eine massive Störung der bisher gepflegten Sozialpartnerschaft von AWO und ver.di dar. Für die Beschäftigten zieht das Vorgehen der Arbeitgeber eine unsichere Rechtssitua-tion nach sich.

Fakt ist: Die Manteltarifverhandlungen zurück zu stellen war aus unserer Sicht die richtige Entscheidung, nachdem uns die Arbeitgeberseite in mehreren „Sondierungsgesprächen“ durchweg gezeigt hat, dass sie bereit ist, Paragrafen nur so zu ändern, dass entweder Geld eingespart werden kann oder sie eine Neuregelung nichts kostet. Aufgrund dessen war es für uns nur logisch, den Schwerpunkt erst einmal auf eine rasche spürbare Tariferhöhung und die schrittweise Anpassung an den Öffentlichen Dienst zu legen.

Alles Weitere kann dem beiliegenden „Offenen Brief“ an die Geschäftsführer*Innen vom 22.01. entnommen werden.

Wer mehr zu den Vorgängen wissen will oder mit uns darüber diskutieren möchte, wie es nun mit den Tarifverhandlungen weitergehen wird, sollte an der nächsten ver.di-Mitgliederversammlung am 9. Februar ab 17.00 Uhr im ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg, Köpenicker Str. 30 teilnehmen.

Interessierte Nicht-Mitglieder sind willkommene Gäste!

Die nächsten Verhandlungstermine mit der Geschäftsführung sind für den 27. Januar und 17. Februar geplant.