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Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße

 
Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Falck Notfallrettung und Krankentransport GmbH im Landkreis Spree-Neiße für Donnerstag, den 5. April 2018 und für Freitag den 6. April 2018 jeweils für die Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr erneut in den Warnstreik gerufen. Wie schon beim Warnstreik am 29. März 2018 sind die drei Krankentransportwagen (KTW) vom Warnstreik betroffen.

Für die zehn Rettungswagen (RTW) und die drei Noteinsatzfahrzeuge (NEF) wird von der Gewerkschaft ver.di ein Notdienst zugesagt, so dass diese Rettungsmittel vom Warnstreik nicht betroffen sind.

Die Beschäftigten des Rettungsdienstes kommen am 5. April 2018 um 9 Uhr vor der Rettungswache in Spremberg zu einer Streikversammlung zusammen.

Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft ver.di die Tarifforderung bei den laufenden Tarifverhandlungen für die 131 Beschäftigten des Rettungsdienstes im Landkreis Spree-Neiße bekräftigen. Die Tarifverhandlungen werden am 10. April 2018 in Berlin fortgesetzt.

Ziel der Tarifverhandlungen ist die Angleichung der Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst im Landkreises Spree-Neiße an die Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst in der Stadt Cottbus, im Landkreis Elbe-Elster und im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Beim Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße erhält ein Notfallsanitäter in den ersten 3 Beschäftigungsjahren 21% bzw. über 6.000 EUR weniger Entgelt im Jahr als ein Notfallsanitäter bei der Stadt Cottbus, beim Landkreis Elbe-Elster und in den DRK-Rettungswachen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Ab dem vierten Beschäftigungsjahr beträgt der Abstand immer noch mehr als 14% bzw. 4.600 EUR im Jahr.
Der Abstand wird weiter steigen, sobald es im öffentlichen Dienst zu einer Tariferhöhung kommt.

„Wenn im Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße die Arbeitsbedingungen nicht denen bei der Stadt Cottbus, beim Landkreis Elbe-Elster sowie bei den DRK-Rettungswachen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz angeglichen werden, wird es zu erheblichen Personalengpässen im Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße kommen“, so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer. „Am 3. April 2018 ist in Forst der Krankentransportwagen auch ohne Streik stehen geblieben, weil nicht genügend Rettungsdienstpersonal zur Verfügung stand“, so Franke weiter.

Bei den seit dem 15. Februar 2018 aufgenommenen Tarifverhandlungen konnte noch keine Einigung erzielt werden. Die Gewerkschaft ver.di fordert u. a. eine Entgelterhöhung um monatlich 174 EUR (durchschnittlich 6,24%) und die Zahlung einer zusätzlichen monatlichen Wechselschichtzulage in Höhe von 105 EUR monatlich. Weiterhin fordert ver.di die Erhöhung des Nachtzuschlages um 0,60 EUR auf 3,10 EUR je Nachtstunde von 21 Uhr bis 6 Uhr und für alle Beschäftigten eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) in Höhe von 67,5% des monatlichen Entgeltes.
Bislang erhalten die nach dem 1. Januar 2018 neu eingestellten Beschäftigten keine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) und keine Altersversorgung.