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Tarifeinigung: Entgelterhöhung ab dem 1. Januar 2018

Bezirk Cottbus

Tarifeinigung: Entgelterhöhung ab dem 1. Januar 2018

für Beschäftigte in der Pflege um 3% bis 5,8% und in der Kinder- und Jugendhilfe um 7%

 
Für die rund 300 Beschäftigten des ASB Ortsverbandes Lübbenau/Vetschau e.V. ist es am 4. Oktober 2017 in der 2. Verhandlungsrunde zu einer Tarifeinigung gekommen, die noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Vorstand des AWO Ortsverbandes und unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die ver.di-Bundesebene steht.

Die Entgelte für die Beschäftigten in der Pflege sollen nach dem Verhandlungsergebnis ab dem 1. Januar 2018 um 3% steigen. Die PflegemitarbeiterInnen in der vollstationären Pflege (Pflegeheim) erhalten ab 1. Januar 2018 zusätzlich eine monatliche Heimzulage in Höhe von 50 EUR. Somit steigt für die Pflegebeschäftigten in der vollstationären Pflege das Entgelt zwischen 4,9% bis 5,8% - abhängig von der jeweiligen Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe.

Das Entgelt für die Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe (ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen) soll zum 1. Januar 2018 um 7% steigen. Mit dieser Tariferhöhung soll die im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) schon im Juli 2015 erfolgte Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes nachgeholt werden.

Das Entgelt für die Beschäftigten im Rettungsdienst soll ab dem 1. Januar 2018 um 10% steigen. Mit dieser Entgelterhöhung soll sich das Entgelt schrittweise an das Entgeltniveau des Rettungsdienstes im öffentlichen Dienst angleichen.

Das Entgelt für die Beschäftigten in der Verwaltung, in der Küche, in der Reinigung und in der Wäscherei soll um 2,6% steigen.

Die Vergütung für die Auszubildenden und dabei insbesondere auch für die Auszubildenden in der Altenpflege soll ab dem 1. Januar 2018 um 5% steigen.

Der Tarifvertrag soll für eine Laufzeit von 12 Monaten vereinbart werden, so dass schon im Herbst 2018 die Entgelterhöhung für die Zeit ab Januar 2019 verhandelt werden kann.

Das Verhandlungsergebnis macht deutlich, dass gute Arbeitsbedingungen in der Pflege und im Sozial- und Erziehungsdienst mit Tarifverhandlungen vereinbart werden können. Die Entgelterhöhungen für die Beschäftigten in der stationären Pflege werden durch steigende Pflegesätze, die in Pflegesatzverhandlungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XI (Pflegeversicherung) mit den Pflegekassen verhandelt werden müssen, refinanziert. Nach § 84 Abs. 2 Satz 4 Sozialgesetzbuch (SG) XI (Pflegeversicherung) kann bei der Ermittlung der Pflegesätze (Entgelte für Heimbewohner und ihre Kostenträger) die Bezahlung der Gehälter nach einem Tarifvertrag nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden. Die verhandelten Tarifsteigerungen bekommt der ASB jedoch nur dann vollständig refinanziert, wenn der ASB die Höhe der Pflegesätze durch Einzelverhandlungen mit der Pflegekasse anhand seiner tatsächlichen Personal- und Sachkosten in der Pflege ermittelt und vereinbart. Der ASB Ortsverband Lübbenau /Vetschau e.V. hatte im Jahr 2016 mit Einführung des Tarifvertrages erstmals diese Einzelverhandlungen erfolgreich geführt.

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