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AWO-Kita-Erzieher/innen und AWO-Beschäftigte der Frühförderung …

Wohlfahrt

AWO-Kita-Erzieher/innen und AWO-Beschäftigte der Frühförderung in Königs Wusterhausen fordern mehr Entgelt

AWO Tarifgemeinschaft Brandenburg

 
Aktion am 12.01.2017 von 13 Uhr bis 14 Uhr in Königs Wusterhausen

Die Gewerkschaft ver.di hat die rund 60 Beschäftigten in den drei Kindertagesstätten und der Frühförderung der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Regionalverband Brandenburg Süd e.V. in Königs Wusterhausen zu einer Protestaktion am 12.01.2017 von 13 Uhr bis 14 Uhr aufgerufen.

Die Aktionen finden in der Zeit der regulären Mittagspause von 13 Uhr bis 14 vor der AWO-Kita „Spielspaß“ in der Rosa-Luxemburg-Straße 17, AWO-Kita „Groß & Klein“ in der Erich-Kästner-Straße 10 und AWO-Kita „Am Kirchplatz“ am Kirchplatz 17 statt.

Die Kinderbetreuung ist während der Protestaktion abgesichert. Die Beschäftigten beteiligen sich an der Protestaktion in der regulären (gesetzlichen) Mittagspause (30 Minuten).

Die Gewerkschaft ver.di steht seit Anfang November 2016 mit der AWO Tarifgemeinschaft Brandenburg, zu welcher auch der AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. gehört, in Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft ver.di hat für alle Beschäftigten der AWO Tarifgemeinschaft die Übernahme der aktuellen Tarifregelungen des Tarifvertrages den öffentlichen Dienst (TVöD) gefordert.

Im AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. sind in ganz Südbrandenburg rund 1.300 Arbeitnehmer  in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen beschäftigt. Dazu gehören unter anderem 24 Kitas, 4 Kinder- und Jugendheime, eine Werkstatt für behinderte Menschen (Spreewaldwerkstätten), Schulsozialarbeiter, Schwangerschaftskonfliktberatung, Altenpflegeschule Lübbenau, 5 Pflegeheime (Cottbus, Calau, Schlieben, Mühlberg, Falkenberg), 8 Wohnstätten für Menschen mit Behinderung und weitere Einrichtungen.

Bei den 4 Verhandlungsrunden seit Anfang November 2016 konnte bislang keine Einigung für eine Entgelterhöhung für alle Beschäftigten erzielt werden. Die Erzieher/innen und Beschäftigten der Frühförderung wollen mit der Aktion ihre Tarifforderung für alle Beschäftigtengruppen der AWO bekräftigen.

Ein/e verheiratete/r Erzieher/in verdient derzeit bei der AWO in Südbrandenburg je nach Beschäftigungszeit zwischen 92% (Eingangsgehalt) bis 73% (nach 17jähriger Beschäftigungszeit) des Entgeltes nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche entspricht dies einer monatlichen Differenz zwischen 200 EUR (beim Eingangsgehalt) bis 960 EUR (nach 17jähriger Beschäftigungszeit). Eventuelle einzelne Besitzstände für Kinder und die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst um 2,35% ab Februar 2017 wurde bei diesem Vergleich nicht berücksichtigt. Bei unverheirateten Beschäftigten erhöht sich die Differenz zusätzlich um 93,08 EUR.

Die Tarifverhandlungen mit der AWO-Tarifgemeinschaft werden am 10.02.2017 und 03.03.2017 fortgesetzt.

Mitglied in der AWO-Tarifgemeinschaft sind: AWO Landesverband Brandenburg e.V.; AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V., AWO Bezirksverband Brandenburg Ost e.V., AWO Kreisverband Fürstenwalde e.V., AWO Kreisverband Uckermark e.V. , AWO Uckermark Sozial- und Pflege gGmbH, AWO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, Uckermärkische Werkstätten gemeinnützige Gesellschaft mbH und AWO Ortsverein Strausberg e.V..

In diesen AWO-Verbänden und Unternehmen sind mehr als 2.500 Arbeitnehmer in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen beschäftigt.