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Mehr von uns ist besser für alle

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Mehr von uns ist besser für alle

Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH

 
Protestaktion am Donnerstag, den 7. Dezember 2017 von 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr vor der Asklepiosklinik in Lübben für mehr Personal

Die Gewerkschaft ver.di hat mit dem Slogan „Mehr von uns ist besser für alle“ die Beschäftigten der Asklepios Fachklinik Lübben am Donnerstag, den 7. Dezember 2017 in der Zeit von 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr zu einer Aktion vor dem Haupteingang der Asklepios Fachklinik aufgerufen. Mit dieser Aktion will ver.di auf den Personalmangel bei Asklepios in Lübben aber auch in anderen Krankenhäusern aufmerksam machen.

Die Personaldecke in der Asklepios Fachklinik wie auch in den meisten Krankenhäusern ist so dünn, dass es sehr schwierig ist, die monatlichen Dienstpläne zu erstellen.

Bei der Asklepios Fachklinik in Lübben verhandelt der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber seit über einem Jahr in einer Einigungsstelle (§ 76 BetrVG) über eine Arbeitszeitregelung für die Beschäftigten in der Pflege. Diese Arbeitszeitregelung kommt nicht zustande, weil sich die Betriebsparteien (Betriebsrat und Arbeitgeber) nicht zu Mindestbesetzungen einigen können und von Asklepios kein adäquates Ausfallkonzept vorgehalten wird. Grund ist eine zu geringe Personaldecke.

Der Betriebsrat hat nach § 87 Betriebsverfassungsgesetzt (BetrVG) ein Mitbestimmungsrecht bei der Erstellung der monatlichen Dienstpläne. In vielen Fällen konnte der Betriebsrat den monatlichen Dienstplänen aber nicht zustimmen, so dass eine Einigung über die monatlichen Dienstpläne sehr häufig nur in Einigungsstellen nach § 76 BetrVG möglich war. Teilweise wurden auch Bettenreduzierungen vereinbart.

Die Personalsituation bei Asklepios in Lübben spitze sich im Dezember durch weitere erhöhte Krankenstände zu. Die Personalbesetzung musste daher erneut reduziert werden. Dies führte dazu, dass in der Gerontopsychiatrie 2 Pflegekräfte für 24 Betten/Patienten am Tag zuständig sind. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind an einigen Stunden am Tag nur 2 Pflegekräfte für 14 bzw. 16 Patienten zuständig. In der Neurologie wurden die Betten reduziert und die Anzahl an das zur Verfügung stehende Personal angepasst.

Die Gewerkschaft ver.di kritisiert, dass es bei Asklepios in Lübben kein durchgängiges Ausfallkonzept für Personalausfälle gibt und kein kontinuierlicher personeller Ersatz bei Krankmeldungen sichergestellt ist. „Schon lange kann der Personalmangel nicht mehr durch individuelles Engagement ausgeglichen werden. Die Beschäftigten merken: Wenn wir es doch versuchen, leiden wir selbst darunter, bis zur Krankheit oder der Flucht aus dem Beruf.“, so Ralf Franke von ver.di in Cottbus.

Der Betriebsrat hat mittlerweile die Dienstplanänderungen abgelehnt, die durch eine zu geringe Personalausstattung und dem fehlenden Ausfallkonzept verursacht wurden. Hierzu sind inzwischen Arbeitsgerichtsverfahren anhängig. Den Betriebsrat erreichen fast täglich Gefährdungsanzeigen, in denen die Mitarbeiter auch auf die prekäre Personalsituation und die damit verbundenen Konsequenzen bei der Patientenversorgung hinweisen.