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Tarifvertrag für Auszubildende mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO)

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Tarifvertrag für Auszubildende mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO)

AWO Tarifgemeinschaft Brandenburg

 
Tarifgemeinschaft Brandenburg tritt zum 1. Oktober 2017 erstmals in Kraft

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) – Tarifgemeinschaft Brandenburg haben zur Regelung der Ausbildungsbedingungen für die Auszubildenden nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und für die Auszubildenden in der Alten- und Krankenpflege erstmals einen Tarifvertrag abgeschlossen. Der Tarifvertrag wurde von der Gewerkschaft ver.di und von den 8 Mitgliedern der AWO Tarifgemeinschaft Brandenburg unterzeichnet und tritt zum 1. Oktober 2017 in Kraft.

Mit dem Tarifvertrag erhalten ab 1. Oktober 2017 die Auszubildenden in der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr eine monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von 875 EUR brutto; im zweiten Ausbildungsjahr in Höhe von 975 EUR brutto und im dritten Ausbildungsjahr in Höhe von 1075 EUR brutto. Zusätzlich erhält der Auszubildende nach dem Tarifvertrag jährlich im November eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) in Höhe von 61,6 % des durchschnittlich gezahlten Ausbildungsentgeltes. Für die Ausbildung an Samstagen, Sonntagen und an Feiertagen sowie in den Nachtstunden wird jeweils ein tariflich geregelter Zeitzuschlag gezahlt.

Zum 1. Oktober 2018 (in einem Jahr) erhöht sich die Ausbildungsvergütung in der Alten- und Krankenpflege monatlich um 50 EUR. Der Tarifvertrag ist frühestens zum 30. September 2019 kündbar.

Neben der Höhe der Ausbildungsvergütung wurde auch der Urlaubsanspruch im Umfang von 28 Ausbildungstagen pro Jahr vereinbart. Am 24. und 31. Dezember werden die Auszubildenden von der Ausbildung bezahlt freigestellt. Kann die Freistellung aus betrieblichen Gründen nicht erfolgen, so wird innerhalb eines Monats ein bezahlter Freizeitausgleich gewährt.

„Mit dem neuen Tarifvertrag werden sich die Ausbildungsbedingungen ab dem 1. Oktober 2017  für die Auszubildenden in der Alten- und Krankenpflege aber auch für die Auszubildenden nach dem Berufsbildungsgesetz bei den Betrieben und Unternehmen der AWO-Tarifgemeinschaft Brandenburg wesentlich verbessern“, so Ralf Franke, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di.

Folgende AWO-Verbände und AWO-Unternehmen haben als Mitglied der AWO Tarifgemeinschaft Brandenburg den Tarifvertrag für die Auszubildenden unterzeichnet:

  • AWO Landesverband Brandenburg e.V.,
  • AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V.,
  • AWO Bezirksverband Brandenburg Ost e.V.,
  • AWO Kreisverband Fürstenwalde e.V.,
  • AWO Kreisverband Uckermark e.V.,
  • AWO Uckermark Sozial- und Pflege gGmbH,
  • AWO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH in Prenzlau,
  • Uckermärkische Werkstätten gemeinnützige Gesellschaft mbH.

„Die Gewerkschaft ver.di erwartet, dass sich auch noch weitere AWO-Verbände, wie zum Beispiel der AWO-Kreisverband Eisenhüttenstadt e.V. und der AWO-Kreisverband Frankfurt (Oder) e.V. dem Tarifvertrag für die Auszubildenden bei der Arbeiterwohlfahrt im Land Brandenburg anschließen werden. Der Tarifvertrag für die Auszubildenden soll wie ein Flächentarifvertrag für die gesamte Arbeiterwohlfahrt im Land Brandenburg wirken, damit bei der Arbeiterwohlfahrt im ganzen Land Brandenburg einheitliche Ausbildungsbedingungen bestehen“, so Ralf Franke von ver.di.