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Seniorenaktion: Stationäre Altenpflege

Bezirksfachbereich Berlin

Seniorenaktion: Stationäre Altenpflege

Das Problem
Wer einmal einen Angehörigen oder einen Freund in einer stationären Pflegeeinrichtung regelmäßig besucht hat, dürfte einen Eindruck haben von den Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte, die dort tätig sind:

  • zu wenig und überlastetes Personal,
  • hohe Arbeitsanforderungen, sowohl seelisch wie körperlich,
  • dabei geringe Bezahlung (die Löhne in der Altenpflege gehören zu den niedrigsten im Gesundheitswesen),
  • häufig Zwangs-Teilzeitarbeit,
  • wenig Gewerkschaftsmitglieder und kaum Betriebsräte,
  • weitgehend „tariffreie Zone“ – vor allem bei den privaten Trägern.

Was wir tun wollen
Zuerst gewerkschaftliche Informationen in die Heime bringen: Wir stellen uns vor die Heime (bzw. in den Eingangsbereich) und verteilen Flugblätter, Zeitungen u. ä. an die Beschäftigten – natürlich auch Eintrittsformulare.

Wir planen mehrere solcher Verteil-Kampagnen pro Jahr. Wir hoffen, dass wir damit neue Mitglieder gewinnen – mit dem Fernziel: Tariffähigkeit herstellen. Wenn auf dem Weg dorthin diese Heime auch Betriebsräte bekommen, dann würde uns das auch gefallen.

Erste Verteilaktionen
sind gelaufen vor den Berliner Heimen von zwei großen, teuren, privaten und tarif-„freien“ Pflege-Anbietern. Wir können damit (theoretisch) ca. 10 Prozent der

Beschäftigten von privaten Heimen in Berlin erreichen – das heißt:
Wir brauchen mehr Leute, die sich an den Aktionen beteiligen, damit wir mehr Heime besuchen und Infomaterial verteilen können.

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Liebe Kollegin, lieber Kollege,
wenn Du bei uns mitmachen willst, dann melde Dich bitte bei
dem Kollegen Michael Musall (FB 3), mobil 0170 – 574 85 54; michael.musall@verdi.de
oder bei Regine Hartwig, Sekretariat des FB 3, Tel. 030 – 8866 5262

Wir „besuchen“ die Heime (mindestens) zu zweit – in der Regel um die Zeit des Schichtwechsels (damit wir Früh- und Spätschicht erreichen), d.h. zwischen 13.00 und 15.00 Uhr.
Mit An- und Abfahrt etc. macht das drei bis vier Stunden pro Heim. Bei vier betreuten Heimen also ca. vier halbe Tage.
Dazu kommen: Treffen der Gesamt-gruppe für Erfahrungsaustausch, Vor- und Nachbereitung, Fortbildung u. ä.

Aber wir können Euch versichern: es macht auch Spaß!
ALSO: SENIORINNEN UND SENIOREN ALLER FACHBEREICHE, MACHT MIT BEI UNS !!