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Verhandlungen werden fortgesetzt - erfolgreicher Abschluss auf …

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Verhandlungen werden fortgesetzt - erfolgreicher Abschluss auf Messers Schneide

Tarifinfo AWO Berlin (13/2016) vom 06.10.2016


Seit Juli habt Ihr nichts mehr von Eurer Tarifkommission gehört. Die Tarifverhandlungen sind leider nach der heißen Phase im Frühsommer zum Ruhen gekommen. Das hatte u. a. mit der Urlaubszeit und auch einer längeren Abwesenheit von unserer ver.di-Verhandlungsführerin Meike Jäger zu tun. Am 24. August fand dennoch ein Treffen im „kleinen Kreis“ – ver.di-TK-Mitglieder und AG-Seite – statt. Leider wurden dabei Verhandlungserfolge des Juli-Termins von den Arbeitge-bern wieder zurück genommen. Einige Angebote wurden relativiert bzw. ganz zurück gezogen. Am 29. September hat die Tarifkommission nun wieder ihre Arbeit aufgenommen und die nächste Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeber-seite am 11. Oktober vorbereitet.

Aktueller Stand – einzelne Punkte:

  • Der Umgang mit der Vergütungsgruppenzulage (betrifft alle ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen, also die größten AN-Gruppen in der AWO) ist für uns ein Dreh- und Angelpunkt in den weiteren Verhandlungen. Aus unserer Sicht müssen Besitzstände angemessen gesichert und auch weiterentwickelt werden (analog TV-L). Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren bei vielen Beschäftigten noch ein Anspruch auf diese Vergütungsgruppenzulage entste-hen könnte, wenn wir eine tragfähige Lösung zum Thema Anwartschaften finden. Auch hier orientieren wir uns mit unserer Forderung am TV-L. Die Arbeitgeberseite ist jedoch gerade bezogen auf den zweiten Punkt gar nicht verhandlungsbereit.

  • Im Sommer dachten wir, dass wir bezogen auf den Verheiratetenzuschlag (auch Besitzstand) eine Lösung gefunden hätten. Leider wurde bezogen auf die Frage ob, und wenn ja, wie schnell eine Abschmelzung stattfinden kann, alles wieder relativiert. Die Arbeitgeberseite stellt sich vor, diesen Zuschlag sofort mit dem Neueingruppierungs“gewinn“ zu verrechnen.

  • Bis jetzt gibt es keine Einigung zur Frage, wie der Neueingruppierungs- bzw. Überleitungsprozess gestaltet werden soll. Wir hatten vorgeschlagen, dass jede/r einzelne Mitarbeiter/in eine schriftliche Information erhält, aus der die Begründung für die neue Eingruppierung sowie die Zusammensetzung des neuen Entgelts (also auch inkl. der Zuschläge) nachvollziehbar erläutert wird. Dies ist insbesondere für jene Betriebe bzw. Kreisverbände wichtig, wo es keinen Betriebsrat gibt. Denn der BR muss zu jeder Ein-/ Umgruppierung gehört werden. Um mögliche Streitfälle für alle Gliederungen gleichermaßen zu regeln, wünschen wir für die Einrichtungen eine übergeordnete Clearingstel-le. Dieser Vorschlag wurde von den Geschäftsführungen abgelehnt.

Alles in allem muss man sagen, dass das Entgegenkommen der Arbeitgeberseite sehr zu wünschen übrig lässt. Zeitweilig wird der Tarifkommission gegenüber der Eindruck vermittelt, als seien unsere Forderungen bodenlos und man habe das TV-L Niveau schon erreicht. Tatsächlich reden wir über das Niveau 90% bzw. 91% … wir sind also noch sehr weit entfernt von unserem gemeinsamen Ziel.

Die Tarifkommission hat immer gesagt, dass das Zwischenergebnis aus dem Sommer noch kein Endergebnis ist! Sollten wir in der Verhandlungsrunde am 11. Oktober nicht weiterkommen, werden wir erneut über Aktivitäten sprechen müssen.

EINLADUNG
Um den Faden nicht abreißen zu lassen, laden wir alle ver.di-Mitglieder und interessierte Noch-Nicht-Mitglieder zu einer Mitgliederversammlung ein. Sie findet direkt nach der Verhandlung – sehr kurzfristig, noch vor den Ferien – statt.
Bitte kommt am kommenden Mittwoch ab 17.30 Uhr, in den Raum Z.12, ver.di-Landesbezirk, Köpenicker Str. 30 ein.