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Erfolgreicher Warnstreik

Rettungsdienste

Erfolgreicher Warnstreik

beim DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. am 17. Januar 2018 in Forst

 
Mehr als 60 Beschäftigte des DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. hatten sich am 17. Januar 2018 von 11 Uhr bis 14 Uhr an dem zweiten Warnstreik beteiligt.

Die streikenden DRK-Beschäftigten und weitere Forster Bürgerinnen und Bürger, insgesamt 120 Demonstranten, hatten sich an der Demonstration durch die Forster Innenstadt beteiligt und für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege und für einen Tarifvertrag beim Deutschen Roten Kreuz in Forst demonstriert.

Erfolgreicher Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. am 17. Januar 2018 in Forst
Paul Weisflog Erfolgreicher Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. am 17. Januar 2018 in Forst
Erfolgreicher Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V.  am 17. Januar 2018 in Forst Paul Weisflog Erfolgreicher Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. am 17. Januar 2018 in Forst

Neben zahlreichen Forster Bürgerinnen und Bürgern hatten aus der Forster Stadtverordnetenversammlung Ingo Peschke (DIE LINKE, Fraktionsvorsitzender) und Klaus-Dieter Stenzel (SPD, Fraktionsvorsitzender) ebenfalls an der Demonstration teilgenommen und jeweils Ihre Unterstützung den Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes zugesagt.

Der Spremberger Bundestagesabgeordnete Ulrich Freese (SPD) hatte in einem übermittelten Grußwort die streikenden DRK-Beschäftigten darin bestärkt, für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zu kämpfen. „Es ist mir völlig unverständlich, dass sich das DRK konstruktiven Tarifverhandlungen verschließt. Dabei könnte das DRK einen Beitrag dazu leisten, dass im Sozial- und Pflegebereich endlich flächendeckend ordentliche Arbeitsbedingungen herrschen“, so Ulrich Freese in seinem übermittelten Grußwort an die Streikenden.

Der Demonstrationszug mit Transparenten u. a. wie „WIR SIND ES WERT“, „Mitarbeiter endlich Wertschätzen!!“ und „Aufstehen für die Pflege“ wurde angeführt von 4 Trommlern der Berliner Samba-Gruppe Sapucaiu, die bei der rund 40minutigen Demonstration mit Schneegestöber in der Forster Innenstadt nicht zu überhören waren.

Die Gewerkschaft ver.di fordert vom DRK-Kreisverband Forst einen Tarifvertrag, wie er mit dem DRK Kreisverband Cottbus-Spree-Neiße-West e.V. schon im Mai 2016 abgeschlossen wurde. „Es kann keinen Grund geben, warum die DRK-Beschäftigten in Forst weniger Entgelt erhalten sollen als die DRK-Beschäftigten beim DRK Kreisverband Cottbus“, so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer. Die Tarifverhandlungen werden am 25. Januar 2018 in Forst fortgesetzt.

Zur Absicherung der für die pflegebedürftigen Menschen und Bewohner erforderlichen Notdienste wurde zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem DRK-Kreisverband Forst eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, mit welcher die Gewerkschaft ver.di einen Notdienst während des Warnstreikes im Umfang von 10 Pflegekräften zugesichert hatte.

Alle weiteren Hintergründe können den ver.di-Pressemitteilungen vom 15.01.2018 und vom 16.01.2018 entnommen werden.