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Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst (Lausitz)

Rettungsdienste

Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst (Lausitz)

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V.


Mehr als 60 Beschäftigte des DRK Kreisverbandes Forst Spree-Neiße beteiligten sich am 7. November 2017 an einem 1 bis 2stündigen Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hatte. Mit dem Warnstreik haben die Beschäftigte ihrer Forderung zum Abschluss eines Tarifvertrages, wie er schon im Jahr 2016 mit dem DRK Kreisverband Cottbus abgeschlossen wurde, bekräftigt. Die Gewerkschaft ver.di hatte den DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. im Juni 2017 zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Im Juli 2017 gab es ein Sondierungsgespräch mit dem Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Ende September gab es den ersten Verhandlungstermin, in welchem der DRK Kreisverband die Tarifforderung von ver.di zurückgewiesen hatte. Das DRK hatte aber auch kein eigenes Tarifangebot unterbreitet. Mitte Oktober hatte der DRK Kreisverband Forst angekündigt, dass bis Ende November ein Tarifangebot unterbreitet wird. Dieser Zeitpunkt ist für die ver.di-Tarifkommission viel zu spät und nicht akzeptabel. Die ver.di-Tarifkommission hatte sich daher für einen Warnstreik ausgesprochen, damit dem DRK Kreisverband deutlich wird, dass die Geduld bei den Kolleginnen und Kollegen zu Ende ist.

Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst (Lausitz) am 07.11.2017 ver.di Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst (Lausitz) am 07.11.2017

Beim DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. sind rund 170 Arbeitnehmer beschäftigt. Der DRK Kreisverband betreibt in Forst ein Pflegeheim mit eigener Küche sowie eine ambulante Pflege mit rund 60 Beschäftigten und betreutes Wohnen. Die Finanzierung der durch Tarifverhandlungen steigenden Löhne und Gehälter ist in der Pflege über die gesetzlichen Regelungen nach § 84 Abs. 2 Satz 4 Sozialgesetzbuch XI (Pflegeversicherung) abgesichert. Bei den Pflegesatzverhandlungen kann die Pflegekasse die Personalkosten, die durch Tarifverträge geregelt sind, nicht als unwirtschaftlich ablehnen. Die Pflegesätze (Heimentgelte) müssen in der Höhe festgesetzt werden, dass die Tariflöhne durch die Pflegesätze refinanziert werden.

In Südbrandenburg hat die Gewerkschaft ver.di mit 8 verschiedenen Trägern von Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen (ambulante Pflege) Tarifverträge abgeschlossen. Somit werden in Südbrandenburg im ver.di-Bezirk Cottbus in 16 Pflegeheimen und für rund 16 Sozialstationen (ambulante Pflege) die Arbeitsbedingungen durch ver.di-Tarifverträge geregelt.

Bericht über den Warnstreik beim DRK Kreisverband Forst (Lausitz) am 07.11.2017 im Wochenrückblick (45.Kalenderwoche) im Forster Stadtkanal bzw. auf youtube.com - siehe Link

Siehe ab 10:03 Minuten bis 13:14 Minuten:
www.youtube.com/watch?v=vS-iizTN18I&feature=youtu.be
www.stadtkanal-forst.de/

Berichte aus der Lausitzer Rundschau:
Vom 03.11.2017: www.lr-online.de/lausitz/forst/verdi-erhoeht-druck-auf-drk-kreisverband-in-forst
Vom 08.11.2017: m.lr-online.de/lausitz/forst/warnstreik-der-drk-beschaeftigten