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Fachkräftesicherung durch alternsgerechte und gendersensible …

Workshopreihe

Fachkräftesicherung durch alternsgerechte und gendersensible Arbeit in der Altenpflege

Qualifizierungsreihe für betriebliche Interessenvertretungen
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Betriebliche Interessenvertretungen spielen eine wichtige Rolle, die Interessen der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Betriebsräte haben z.B. die Möglichkeit, dem Arbeitgeber Vorschläge zur Fachkräftesicherung zu unterbreiten, z.B. hinsichtlich einer flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit, der Förderung von Teilzeitarbeit und Altersteilzeit, neuen Formen der Arbeitsorganisation, Änderungen der Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufen oder der Qualifizierung der Arbeitnehmenden (§ 92 a BetrVG).

Zu den allgemeinen Aufgaben eines Betriebsrates gehören z.B. die Förderung der Beschäftigung älterer Arbeitnehmenden oder der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit, von Maßnahmen des Arbeitsschutzes oder der Gleichstellung der Geschlechter (§ 80 BetrVG).

Damit alternsgerechtes und gendersensibles Arbeiten möglichst breit in den Altenpflegeinrichtungen verankert wird, bezieht das Projekt AGAP neben den Beschäftigten und den Personalverantwortlichen auch betriebliche Interessenvertretungen mit ein. Je nach Träger können dies Betriebsräte, Mitarbeitervertretungen oder Personalräte sein.

Aufbau und Inhalte der Qualifizierung

Die 8-tägige Workshopreihe wird ab 2017 bis 2018 zu acht verschiedenen Themen durchgeführt und hat das Ziel, Handlungsfelder alternsgerechten und gendersensiblen Arbeitens aufzuzeigen.

Folgende Inhalte erwarten Sie unter alterns- und gendergerechter Perspektive:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Der Einfluss von Geschlechterzuschreibungen auf Belastungen und Stress
  • Gesundheitsprävention
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Arbeitszeitgestaltung

Zielgruppe:
Betriebs- und Personalräte, Mitarbeitervertretungen in der Altenpflege

Dauer:
13. Oktober – 29. November 2017

Umfang:
8 Tage (9:00 – 17:00 Uhr)

Gebühren:
kostenfrei (öffentliche Projektförderung)

Freistellung:
§ 37 Abs. 6 BetrVG

Anmeldung:
kleiner.grynet@bfw.de


Kursübersicht


13. Oktober 2017
Alter(n) und Geschlecht.
Wichtige Einflussfaktoren auf Gesundheit und Stress?!

Ziel:
Ein erhöhtes Genderbewusstsein stärkt Ihre Handlungskompetenz bei der Interessenvertretung Ihrer Kolleg_innen. Sie wissen um geschlechtsspezifische und lebensphasenbezogene Belastungen in der Pflege, kennen Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten und fühlen sich kompetent, gezielte Interventionen zu entwickeln.

Themen:

  • Reflexion von Alters- und Geschlechterstereotypen
  • Einfluss von Alter und Gender in der Pflegepraxis (Arbeitsverteilung, Arbeitsorganisation und -gestaltung, Ressourcen und Potentiale)
  • Erkennen von genderspezifischen Belastungen und Gesundheitsverhalten
  • Interventionsmöglichkeiten

20. Oktober 2017
Der faire und verlässliche Dienstplan: Weniger Frust, mehr Motivation

Ziel:
Ihnen sind die Chancen eines alter(n)s- und gendersensiblen Betrieblichen Gesundheitsmanagements in den Handlungsfeldern Arbeitsschutz, Betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsgestaltung und Führung bewusst. Sie sind über Ihre Einfluss- und Handlungsoptionen bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements informiert.

Themen:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement mit dem Fokus auf Alter(n) und Geschlecht
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz als Aufgabe der betrieblichen Interessenvertretung
  • Gesundheitsförderliche und alternsgerechte Arbeitsgestaltung
  • Gesunde Führung
  • Indikatoren gesundheitsfördernder und alternsgerechter Arbeitsbedingungen
  • Belastungsanalysen mit Genderperspektive

26. Oktober und 27. Oktober 2017
Gesundheit für alle - BGM vielfältig gestalten

Ziel:
Ihnen sind die Chancen eines alter(n)s- und gendersensiblen Betrieblichen Gesundheitsmanagements in den Handlungsfeldern Arbeitsschutz, Betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsgestaltung und Führung bewusst. Sie sind über Ihre Einfluss- und Handlungsoptionen bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements informiert.

Themen:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement mit dem Fokus auf Alter(n) und Geschlecht
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz als Aufgabe der betrieblichen Interessenvertretung
  • Gesundheitsförderliche und alternsgerechte Arbeitsgestaltung
  • Gesunde Führung
  • Indikatoren gesundheitsfördernder und alternsgerechter Arbeitsbedingungen
  • Belastungsanalysen mit Genderperspektive

9. November 2017
Suchen Sie nur oder binden Sie auch?
Zukunftssicher mit demografiefester Personal- und Rekrutierungspolitik

Ziel:
Durch Fachkräftemangel und alternde Belegschaften gewinnt eine bedarfsgerechte Personalpolitik zunehmend an Bedeutung. Sie lernen Methoden zur Analyse der Personalstruktur kennen und erfahren, wie eine lebensphasen- und genderorientierte Personalpolitik in den Bereichen Personalentwicklung, Qualifizierung, Führung und Gesundheit initiiert und mitgestaltet wird.

Themen:

  • Ablauf der Personalplanung
  • Generationenmanagement
  • Alter(n)ssensible Laufbahngestaltung
  • Analyseinstrumente (z.B. Altersstrukturanalysen, Work-Ability-Index), Handlungshilfen und Checks
  • Modell der Arbeitsbewältigungsfähigkeit und Anwendung in der Sozialbranche
  • Beispiele guter Praxis

15. November und 23. November 2017
Praxisnah und bedürfnisorientiert: Pflegearbeit alterns- und gendergerecht gestalten

Ziel:
Eine bedarfsgerechte Arbeitsorganisation und -gestaltung sichert Fachkräfte. Lernen Sie Instrumente und Handlungsmöglichkeiten kennen und erproben Sie diese im Seminar. Good-Practice-Beispiele dienen Ihnen als Vorlage für die Entwicklung betriebsbezogener Lösungsstrategien. Der interaktive Austausch ist ein wichtiges Element dieses Seminars.

Themen:

  • Gender- und Altersanalysen
  • Beispiele alternsgerechter und gendersensibler Arbeitsorganisation
  • Rolle der Führungskräfte
  • Einflussmöglichkeiten der betrieblichen Interessenvertretung

29. November 2017
Von der Theorie zur Praxis: Konzepte entwickeln und überzeugend verhandeln

Ziel:
Sie halten nach dem Seminar ein selbst erarbeitetes Konzept mit Zielen, Strategien und Maßnahmen für ein passgenaues betriebliches Projekt zu alterns- und gendergerechter Arbeit in den Händen. Durch ein Argumentations- und Verhandlungstraining sind Sie gut auf die Umsetzung im Betrieb vorbereitet.

Themen:

  • Strategieentwicklung und Maßnahmenplanung
  • Erarbeitung praktischer Lösungsansätze
  • Argumentationshilfen bei der Umsetzung alterns- und gendergerechter Arbeit
  • Gesprächsführung in Teams bzw. mit Führungskräften