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Städtisches Klinikum Brandenburg: ver.di will über Entlastung …

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Städtisches Klinikum Brandenburg: ver.di will über Entlastung verhandeln

Die Vereinte Dienstleitungsgewerkschaft (ver.di) hat das Städtische Klinikum Brandenburg/Havel zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Durch die Personalnot ist der Druck auf die Beschäftigten enorm angestiegen. Sogar gesetzlich vorgeschriebene Pausen können oft nicht genommen werden. Vor allem Pflegkräfte haben permanent die Sorge, Patientinnen und Patienten nicht so pflegen und versorgen zu können, wie es fachlich geboten wäre. Der Dauerstress belastet und macht viele Beschäftigte sogar krank, wodurch sich das Personalproblem in der Klinik zusätzlich verschärft. „Wir fordern, dass die Arbeit so organisiert wird, dass die Gesundheit der Beschäftigten nicht gefährdet wird. Allen Beteiligten ist die dramatische Situation bekannt und die Arbeitgeber ändern daran nichts. Deshalb machen wir das Thema Entlastung nun zum Gegenstand einer tarifpolitischen Auseinandersetzung“, so Heike Spies, zuständige ver.di-Verhandlungsführerin.

Die Aufforderung zu Tarifverhandlungen ist eingebettet in die bundesweite Bewegung der Gewerkschaft für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. 64 Prozent der Pflegekräfte müssen nachts alleine durchschnittlich 26 Patient/innen pflegen und versorgen. Die Arbeitgeber haben die Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen, die durch entsprechende Tarifverträge zu regeln sind. Der Gesetzgeber hat die Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung mit einer vorgeschriebenen Personalausstattung und einer ausreichenden, zweckgebundenen Finanzierung.

ver.di erwartet die zügige Aufnahme von Tarifverhandlungen. „Die Geduld und die Kraft der Beschäftigten in den Kliniken ist restlos aufgebraucht“, so Heike Spies.

Das Städtische Klinikum Brandenburg GmbH ist in öffentlicher Trägerschaft und hat fast 1.000 Beschäftigte und 466 Planbetten.