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Protestaktionen bei der Arbeiterwohlfahrt in Südbrandenburg werden …

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Protestaktionen bei der Arbeiterwohlfahrt in Südbrandenburg werden am 25.01.2017 um 11:30 Uhr in Lübbenau fortgesetzt

AWO Tarifgemeinschaft Brandenburg

 
Die Beschäftigten der AWO-Spreewaldwerkstätten wollen am 25.01.2017 um 11:30 Uhr in Lübbenau für mehr Entgelt und für einen neuen Entgelttarifvertrag protestieren.

Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Lübbenau zu dieser Protestaktion während der Mittagspause von 11: 30 Uhr bis 12:30 Uhr aufgerufen.

Die Gewerkschaft ver.di steht seit Anfang November 2016 mit der AWO Tarifgemeinschaft Brandenburg, zu welcher auch der AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. gehört, in Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft ver.di hat für alle Beschäftigten der AWO Tarifgemeinschaft die Übernahme der aktuellen Tarifregelungen des Tarifvertrages den öffentlichen Dienst (TVöD) gefordert.

In den 4 Verhandlungsrunden seit Anfang November 2016 ist es aber noch zu keiner Einigung gekommen. Für die Beschäftigten in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (Spreewaldwerkstatt), für die Beschäftigten in der Betreuung von Menschen mit Behinderung (Eingliederungshilfe), für die Beschäftigten in der stationären Pflege und in der ambulanten Pflege und für die Beschäftigten in der Verwaltung und in den technischen Bereichen (u. a. Hausmeister, Küche und Reinigung) wurde noch kein Entgeltangebot von der AWO Tarifgemeinschaft unterbreitet.

Die AWO hat bislang nur für die Beschäftigten in den Bereichen Kinder und Jugend, Schule, Frühförderung, Einzelfallhilfe und Schwangerschaftskonfliktberatung  ein Tarifangebot unterbreitet. Die ver.di-Tarifkommission hat dieses Tarifangebot aber als nicht tragfähig abgelehnt. Nur für die Erzieherinnen und Erzieher in den AWO-Kitas, für die  Schulsozialarbeiter und für die Lehrer der AWO hat sich ver.di mit der AWO auf einen Vorschalt-Tarifvertrag für eine Einmalzahlung für das Jahr 2016 geeinigt.

Die ver.di Tarifkommission fordert für alle Beschäftigten der AWO eine spürbare Entgelterhöhung ab 1. Januar 2017 durch einen neuen Entgelttarifvertrag, der sich im Aufbau und Struktur an dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) orientieren soll.

Die Tarifverhandlungen mit der AWO-Tarifgemeinschaft werden am 10.02.2017 und 03.03.2017 fortgesetzt.

Im AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. sind in ganz Südbrandenburg rund 1.300 Arbeitnehmer  in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen beschäftigt. Dazu gehören unter anderem 24 Kitas, 4 Kinder- und Jugendheime, eine Werkstatt für behinderte Menschen (Spreewaldwerkstätten), Schulsozialarbeiter, Schwangerschaftskonfliktberatung, Altenpflegeschule Lübbenau, 5 Pflegeheime (Cottbus, Calau, Schlieben, Mühlberg, Falkenberg), 8 Wohnstätten für Menschen mit Behinderung und weitere Einrichtungen.