Tarifvertrag Entlastung

Tarifverhandlung Charité Facility Management (CFM): ver.di fragt …

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Tarifverhandlung Charité Facility Management (CFM): ver.di fragt Mitglieder

In den Verhandlungen zwischen ver.di und der CFM ist die CFM-Geschäftsführung nicht von Ihrer Forderung nach einer Laufzeit des Tarifvertrags von mindestens 31 Monaten abgewichen. Die Geschäftsführung ging nur insoweit auf ver.di ein, als sie bereit wäre, eine weitere Gehaltserhöhung während der Laufzeit umzusetzen. Das jedoch nur, wenn wie Laufzeit dann sogar 37 Monate beträgt.

ver.di hatte in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche mit Vertreter/innen der Senatskoalition und der zuständigen Senatsverwaltung für Wissenschaft geführt. Zuletzt hatten sowohl Koalitionsvertreter/innen als auch der Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach öffentlich erklärt, eine Laufzeit von 31 Monaten sei für sie als Übergangslösung nicht verständlich. „Wie schon so oft müssen wir nun wieder feststellen, dass sich die öffentlichen Verlautbarungen in Sachen CFM nicht am Verhandlungstisch niederschlagen. Den Senatsvertretern fehlt es entweder am Willen oder an der Autorität die politischen Ziele der Koalition gegenüber der Charité durchzusetzen“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. „Es wird einmal mehr deutlich, dass der Senat längst die Kontrolle über die CFM verloren hat. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich den Beschluss des SPD-Parteitags, die CFM-Beschäftigten durch Rückführung in die Charité in den Geltungsb ereich des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst zu überführen. Wir fordern alle Parlamentarier auf, sich dafür gemeinsam einzusetzen“, so Kunkel weiter. Für die ver.di-Aktiven an der CFM bedeutet die aktuelle Situation: entweder sie stimmen einer Vertragslaufzeit zu, die nichts mehr mit einer Übergangsregelung zu tun hat, oder die von Michael Müller bereits im Frühjahr angekündigten Lohnerhöhungen bleiben aus. Vor diesem Hintergrund hat die ver.di-Tarifkommission beschlossen, die Mitglieder und insbesondere die im Streik aktiven Kolleg/innen zu befragen, wie mit diesem Verhandlungsstand umgegangen werden soll. Die Befragung startet am 2. Januar 2018.

„Die CFM blockiert, der Senat setzt sich nicht durch, die Leidtragenden sind wir Niedriglöhner der CFM. Wir wollen nun von unseren Mitgliedern und vor allem von den Streikaktiven wissen, wie wir mit diesem Ergebnis umgehen sollen. Deshalb befragen wir sie, geben aber als Tarifkommission keine Empfehlung ab. Die Kollegen müssen jetzt die bittere Entscheidung treffen, ob sie die lange Laufzeit in Kauf nehmen, oder ob wir das Verhandlungsergebnis ausschlagen ohne zu wissen, was dann folgt. Ein Ergebnis steht aber schon fest: der Senat und die sie tragende Koalition hat sich bei den CFM-Beschäftigten auf unabsehbare Zeit unglaubwürdig gemacht“, erklärt Daniel Turek, Mitglied der ver.di Tarifkommission.