Gesundheits- und Sozialwesen in Berlin-Brandenburg

ver.di fordert Fortsetzung der Tarifverhandlungen

Krankenhaus Eisenhüttenstadt

ver.di fordert Fortsetzung der Tarifverhandlungen

Die Gewerkschaft ver.di fordert die unverzügliche Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die rund 400 nichtärztlichen Beschäftigten, darunter rund 200 Beschäftigte im Pflegedienst, die bei der Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH beschäftigt sind.

Die Tarifverhandlungen wurden am 10. März 2020 aufgenommen. Infolge der Corona-Krise wurden die Tarifverhandlungen mit einem zweiten Verhandlungstermin erst am 22. April 2020 fortgesetzt. Eine Einigung konnte am 22. April 2020 nicht erzielt. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Die Arbeitgeberseite hatte 3,1 Prozent Tariferhöhung rückwirkend ab März 2020 angeboten. Mit der angebotenen Tariferhöhung würde aber nur ein Entgeltniveau in Höhe von 88 Prozent des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD) erreicht werden. Für die Ärzte im städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt gilt ein Haustarifvertrag mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Nach diesem Haustarifvertrag erhalten die Ärzte jetzt schon ein Entgelt in Höhe von rund 98 Prozent des Flächentarifvertrages für die Ärzte in kommunalen Krankenhäusern. Die ver.di-Tarifkommission fordert für die nichtärztlichen Beschäftigten ein wesentlich verbessertes Tarifangebot und die unverzügliche Fortsetzung der Tarifverhandlungen.

"Nicht nur die Ärzte, sondern auch alle anderen Beschäftigten im städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt haben einen Anspruch auf einen angemessenen Tariflohn. Diese Angemessenheit ist bei 88 Prozent des Flächentarifvertrages aber längst noch nicht erfüllt", so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer.

Die Beschäftigten des städtischen Altenpflegeheimes Eisenhüttenstadt haben die Zahlung des Entgeltes nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) mit Hilfe der Gewerkschaft ver.di schon durchgesetzt. "Die ver.di-Tarifkommission fordert, dass sich der Bürgermeister von Eisenhüttenstadt endlich in den Tarifkonflikt mit dem städtischen Krankenhaus einschaltet", so Franke von ver.di.

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