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Warnstreik bei der AWO Berlin

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Warnstreik bei der AWO Berlin

ver.di fordert deutliche Tarifanpassungen

 
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft alle Beschäftigten der Tarifgemeinschaft der Berliner AWO-Gliederungen Landesverband, AWO pro:mensch und die der Kreisverbände Spandau, Südost, Südwest, Mitte und Spree-Wuhle am 19./20. März 2018 zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Anlass sind die bislang in drei Runden ergebnislos gebliebenen Tarifverhandlungen für die rund 1.800 Berliner AWO-Beschäftigten. Durch den Warnstreik kann es am kommenden Montag und Dienstag zur Schließung von Beratungsstellen oder auch Kitas kommen. Auch eine Ausweitung der Warnstreiks ist nicht ausgeschlossen.

Mit dem Warnstreik machen die Beschäftigten deutlich, dass sie mit dem bisherigen Arbeitgeber-Angebot nicht einverstanden sind. ver.di fordert die Anhebung der derzeitigen Entgelttabellen auf 95 Prozent des Niveaus des Tarifvertrages der Länder (TV-L). Die Angebote der Arbeitgeberseite waren so niedrig, dass sich die Gehaltslücke zu vergleichbaren Beschäftigten des Landes Berlin nicht verringern würde. Zum Beispiel erhält eine Erzieher/in bei der AWO (Entgeltstufe 8, Endstufe) 2.805 € monatlich. Nach dem TV-L Berlin würde sie 3.280 € erhalten, das ist eine Differenz von 475 € im Monat. „Mit ihrem letzten Angebot liegt die Arbeitgeberseite nicht nur deutlich unter der ver.di-Forderung, sondern würde mit der längeren Laufzeit bis Ende 2019 auch einen weiteren Schritt der Entgelterhöhungen im TV-L im kommenden Jahr auslassen“, so Meike Jäger, ver.di-Fachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin.

Die nächste Verhandlungsrunde soll am 19. April 2018 stattfinden. Beim AWO-Landesverband e.V. mit seiner 100%igen Tochter AWO pro:mensch sowie den Kreisverbänden Spandau, Südost und Südwest, Mitte und Spree-Wuhle sind zusammen ca. 1.800 Beschäftigte tätig, die im Bereich der Daseinsvorsorge, wozu u. a. Kitas, diverse Beratungsstellen, Betreuungseinrichtungen für Flüchtlinge sowie für psychisch Kranke oder Kinder-/Jugendliche gehören. Aufgerufen werden die die Beschäftigten der AWO-Gliederungen ab Beginn der Frühschicht am 19. März 2018 bis zum Ende der Spätschicht am 20. März 2018.

Pressehinweis: Für den Montag, 19. März 2018 ist um 13:30 Uhr eine Kundgebung bei der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie geplant und am Dienstag, dem 20. März 2018 wird es um 11:30 Uhr eine Aktion vor dem AWO-Landesverband (Blücherstr. 62, 10961 Berlin) geben, so wie gegen 12 Uhr eine Kundgebung am Marie-Juchacz-Denkmal.