Bezirksfachbereich Cottbus

Tarifstreit um Corona-Sonderzahlung geht weiter

Carl-Thiem-Klinikum

Tarifstreit um Corona-Sonderzahlung geht weiter

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die Beschäftigten im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum und in der Thiem-Service GmbH für das Jahr 2020 eine steuerfreie Corona-Sonderzahlung für die rund 2.000 nichtärztlichen Beschäftigten. Eine derartige Zulage erhalten auch  die Beschäftigten in der Stadtverwaltung Cottbus oder z.B. die der Kommunal- und Landkreisverwaltungen. Jetzt fordert die CTK-Klinikleitung von ver.di, dass die Gewerkschaft auf Tariferhöhungen für die nichtärztlichen Beschäftigten bis Ende August 20121 verzichtet. Nur wenn die ver.di der Verlängerung des inzwischen gekündigten Tarifvertrages bis Ende August zustimme, wäre die Klinikleitung bereit, die steuerfreie Corona-Zulage zu zahlen. „Aus unserer Sicht zeigt dieses Verhalten der Klinikleitung sehr deutlich die oft beklagte Situation bei den Kranken- und Pflegeberufen. Eine Sonderzulage, die als Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit in der besonderen Corona-Situation gewährt werden sollte, wollen die Arbeitgeber durch Abstriche bei der Tarifentwicklung gegenfinanzieren. Damit wird eine Corona-Sonderzahlung zur Farce. Das drückt auf die Stimmung und macht die Arbeit in den Kranken- und Pflegeberufen nicht gerade attraktiver“, so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer. Daher hat sich ver.di mit der Bitte um Unterstützung an den Cottbuser Oberbürgermeister Kelch sowie die Stadtverordnetenversammlung gewandt, um eine Lösung in dieser Situation zu erreichen.

Die Beschäftigten im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (CTK) und bei der Thiem-Service GmbH (TSG) erhalten die Corona-Sonderzahlung nicht automatisch, weil das CTK und die TSG und die Stadt Cottbus als Gesellschafterin eine Vollmitgliedschaft mit Tarifbindung im Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg e.V. (KAV) für beide kommunalen Unternehmen bislang abgelehnt hatten. Für die Ärzte verhandelt der Marburger Bund die Tarifregelungen.