Bezirksfachbereich Cottbus

Warnstreik ist erforderlich

Thiem-Service GmbH

Warnstreik ist erforderlich

Tarifverhandlungen mit der Thiem-Service GmbH in Cottbus


Erfolgreicher zweiter Warnstreiktag bei der Thiem-Service GmbH am 12. Dezember 2018 im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum

Warnstreik wird bis zum 13. Dezember um 22:45 Uhr fortgesetzt

An dem zweiten Warnstreiktag am 12. Dezember 2018 bei der Thiem-Service GmbH, einer Tochtergesellschaft des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums, hatten sich wieder rund 60 Beschäftigte beteiligt. Der Streik geht noch bis zum 13. Dezember 2018 bis 22:45 Uhr.

„Die betriebliche ver.di-Tarifkommission ist mit der erneut hohen Streikbeteiligung sehr zufrieden. Die hohe Streikbeteiligung macht deutlich, dass das Tarifangebot der Arbeitgeberseite und das einseitige Aussetzen der Tarifverhandlungen bei den betroffenen Beschäftigten keine Zustimmung findet.“, so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer.

Die rund 60 Streikteilnehmer hatten sich um 6 Uhr zu einer Streikkundgebung vor dem Haupteingang des Carl-Thiem-Klinikums versammelt. Nach einer Streikversammlung bei der Gewerkschaft ver.di fand noch am Vormittag eine Demonstration vom Altbau des Carl-Thiem-Klinikums an der Thiemstraße bis zum Verwaltungsgebäude des Carl-Thiem-Klinikums an der Welzower Straße statt.

Die Gewerkschaft ver.di fordert von der Thiem-Service GmbH (TSG) die Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen an die Arbeitsbedingungen nach dem für das Carl-Thiem-Klinikum gültigen Tarifvertrag (TV-CTK).

„Der Warnstreik ist erforderlich, weil die Arbeitgeberseite den Verhandlungstisch verlassen und den dritten vereinbarten Verhandlungstermin einseitig abgesagt hatte. Den Beschäftigten bleibt keine Wahl, als vom Grundrecht auf Streik Gebrauch zu machen.“ so Ralf Franke der ver.di-Verhandlungsführer.

Die Gewerkschaft ver.di ist erbost, dass der Geschäftsführer Dr. Brodermann den Warnstreik als unverhältnismäßig und als unzulässig bezeichnet und den Streikteilnehmern arbeitsrechtliche Konsequenzen androht. Die Gewerkschaft ver.di fordert, dass das im Grundgesetz geregelte Streikrecht auch von der Klinikleitung anerkannt wird. Die Klinikleitung hätte im Eilverfahren beim Arbeitsgericht Cottbus feststellen lassen können, ob es sich um einen zulässigen Warnstreik handelt oder nicht. Dies hat die Klinikleitung bewusst unterlassen. Stattdessen zahlt die Klinikleitung 30 EUR Streikbrecherprämie. „Die Streikteilnehmer lassen sich nicht einschüchtern und auch nicht mit 30 EUR Streikbrecherprämie kaufen.“, so Ralf Franke von ver.di.

Ein Angebot zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen hat die Klinikleitung nicht vorgelegt.

Der Warnstreik wird noch durchgängig bis 13. Dezember bis 22:45 Uhr fortgesetzt.

Am 13. Dezember findet um 8 Uhr (nicht um 6 Uhr) vor dem Haupteingang des Carl-Thiem-Klinikums eine erneute Streikkundgebung statt. Um 10 Uhr ist eine weitere Streikkundgebung neben dem Cottbuser Rathaus auf dem Neumarkt geplant.

Die Stadt Cottbus ist Eigentümerin der Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH, die wiederum die Tochtergesellschaft Thiem-Service GmbH unterhält.