Bezirksfachbereich Cottbus

ver.di fordert Fortsetzung der Tarifverhandlungen

Thiem-Service GmbH

ver.di fordert Fortsetzung der Tarifverhandlungen

Tarifverhandlungen mit der Thiem-Service GmbH in Cottbus


Gewerkschaft ver.di fordert erneut die Fortsetzung der Tarifverhandlungen
mit der kommunalen Thiem-Service GmbH am Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum

Die Gewerkschaft ver.di hat die kommunale Thiem-Service GmbH (TSG), eine Tochtergesellschaft des kommunalen Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums (CTK), mit Schreiben vom 16. April 2019 erneut zur Fortsetzung der schon im November 2018 begonnenen Tarifverhandlungen aufgefordert.

Seit dem 1. Oktober 2018 unterliegt die kommunale Thiem-Service GmbH keiner Tarifbindung. Den gültigen Tarifvertrag hatte die Gewerkschaft ver.di fristgemäß zum 30. September 2018 gekündigt, um weitere Entgelterhöhungen und weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die 170 Beschäftigten verhandeln zu können.

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 170 Beschäftigten war es auch bei dem fünften Verhandlungstermin am 15. Februar 2019 zu keiner Tarifeinigung gekommen. Der CTK- und TSG- Geschäftsführer Dr. Brodermann hatte die Tarifverhandlungen daraufhin einseitig abgebrochen und für beendet erklärt.

Die Gewerkschaft ver.di hatte am 22. Februar und am 4. März 2019 die Fortsetzung der Tarifverhandlungen gefordert und Kompromissbereitschaft signalisiert. Die kommunale Thiem-Service GmbH hat die Fortsetzung der Tarifverhandlungen abgelehnt.

Mit Schreiben vom 16. April 2019 hat die Gewerkschaft ver.di erneut den Oberbürgermeister Holger Kelch als Gesellschaftervertreter und die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung Cottbus aufgefordert, sich für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen und somit für eine erneute Tarifbindung bei der städtischen Thiem-Service GmbH einzusetzen, damit es zum Abschluss eines Tarifvertrages zwischen der Gewerkschaft ver.di und der städtischen Thiem-Service GmbH kommt.

Die Gewerkschaft ver.di verweist in ihrem Schreiben an den Oberbürgermeister und an die Stadtverordnetenversammlung darauf, dass selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Arbeitgebertag am 24. November 2015 für mehr Tarifbindung in Deutschland geworben hat. [1]

Auch der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke hat gemeinsam mit der Brandenburger Gesundheits- und Arbeitsministerin Susanne Karawanskij auf der Betriebsrätekonferenz am 4. April 2019 in Potsdam für eine höhere Tarifbindung in Brandenburg geworben. [2]

Der Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen hat sich in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) am 5. März 2019 für eine Stärkung der Tarifbindung ausgesprochen. [3]

Die Gewerkschaft ver.di hat kein Verständnis dafür, dass sich ein Unternehmen der Stadt Cottbus der Fortsetzung bzw. Aufnahme von Tarifverhandlungen verweigern kann und dabei auch noch Unterstützung vom Oberbürgermeister und vom CTK-Aufsichtsrat erhält.

Die Gewerkschaft ver.di fordert von den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung Cottbus eine klare Positionierung für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit der städtischen Thiem-Service GmbH. „Die politischen Parteien, die sich für mehr Tarifbindung aussprechen, müssen sich aber auch auf der kommunalen Ebene bei den kommunalen Unternehmen für mehr Tarifbindung einsetzen“, so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer aus Cottbus.