Bezirksfachbereich Potsdam-Nordwestbrandenburg

Potsdamer Politik lässt Krankenhausbeschäftigte im Regen stehen …

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdamer Politik lässt Krankenhausbeschäftigte im Regen stehen – mal wieder

Trotz Bürgerbegehren und eindeutigem Beschluss
Demo vor der Diakonie in Berlin: Tür auf für Tarifverträge Astrid Sauermann Potsdamer Politik lässt Krankenhausbeschäftigte im Regen stehen – mal wieder


Ein Jahr ist vergangen, seitdem die Stadtverordnetenversammlung Potsdam beschlossen und angekündigt hatte, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten am Klinikum Ernst von Bergmann durch Entlastungsmaßnahmen zu verbessern – die Potsdamer Politik hat allerdings bis heute nichts umgesetzt. Jetzt haben sich die Beschäftigten miteinander verabredet, um die Entlastung per Tarifvertrag durchzusetzen.

Am 6.5. ist es ein Jahr her, seitdem die Stadtverordnetenversammlung Potsdam beschlossen hatte, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten am Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann durch Entlastungsmaßnahmen verbessern zu wollen. Vorausgegangen waren jahrelange Proteste und Kundgebungen der Beschäftigten, mit denen sie die schlechten Arbeitsbedingungen gegenüber der Politik, der Geschäftsführung und Bevölkerung deutlich gemacht haben.

Ein erfolgreiches Bürgerbegehren, in Verbindung mit dem verheerenden Corona-Ausbrauch im Klinikum, hatte die Stadtverordnetenversammlung im Mai 2020 dazu gebracht, einen Beschluss zur Umsetzung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst und Entlastungsmaßnahmen für die Beschäftigten zu fassen.

„Ein Jahr ist seit dem Beschluss der Stadt Potsdam vergangen. Aber statt Verbesserung hat die Pandemie die Arbeitsbedingungen noch weiter verschärft“, sagt Torsten Schulz, der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär. „Das waren mal wieder leere Worte, mehr nicht. Nichts hat sich an den Arbeitsbedingungen verbessert. Die Beschäftigten organisieren sich nun selbst, um ihre Entlastung per Tarifvertrag durchzusetzen.“

Das Klinikum Ernst vom Bergmann hat über 2.000 Beschäftigte, davon etwa 1.700 im nichtärztlichen Bereich.