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4.528 Beschäftigte von Charité und Vivantes stehen hinter den Forderungen in der Corona-Krise

Achtung! Terminverschiebung auf Freitag, 17.4. 15:30

Innerhalb von nur einer Woche haben sich 4.528 Beschäftigte von Vivantes und Charité mit ihrer Unterschrift hinter die Forderungen zum Schutz der Beschäftigten und Patient*innen sowie für eine echte Anerkennung der Belastung durch eine entsprechende Zulage gestellt.

Hier der Petitionstext:

COVID 19: Der Schutz der Beschäftigten und der Patient*innen muss an erster Stelle stehen

Wir, die Beschäftigten von Charité, Vivantes und deren Tochterunternehmen, sichern mit unserer professionellen Arbeit die Gesundheitsversorgung der Stadt Berlin und stehen jetzt vor der riesigen Pandemie-Herausforderung. Unser Gesundheitssystem wird mit Covid-19 vor eine Zerreißprobe gestellt. Wir alle werden noch extremer gefordert werden, um unsere Arbeit und die Patient*innenversorgung sicher zu gewährleisten.

Zentrale Forderungen zum Schutz der Beschäftigten und der Patient*innen sind:

Ausreichend Schutzkleidung für alle Beschäftigten.
Engmaschige Testung der Beschäftigten.
Beschäftigte aus Risikogruppen müssen geschützt werden und sollten nicht in der Versorgung von infizierten Patient*innen eingesetzt werden.
Sofortige Belastungszulage für alle Beschäftigten und Maßnahmen gegen Belastungssituationen.
Wir, das sind die Beschäftigten aus Reinigung, Pflege, Labor, Therapeut*innen, Textilversorgung, Transport, Handwerker*innen, Medizintechnik, Ärzt*innen und aus allen anderen Berufsgruppen. 

 

Erste Reaktionen: 150 Euro Zuschlag pro Monat.  

Und es gibt erste Reaktionen auf die Petition: Die Klinikleitungen von Vivantes und Charité haben gemeinsam mit dem Berliner Senat eine Zulage in Höhe von 150 Euro für die nächsten drei Monate angekündigt. 

In einer Videokonferenz haben sich Beschäftigte von Vivantes und Charité dazu beraten und festgestellt, dass es ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, aber nicht ausreicht. In anderen Kliniken (wie am Klinikum Mittelbaden) werden 500 Euro pro Monat für alle Beschäftigten als Zuschlag bezahlt. Der Berliner Senat sollte ausreichend Geld zur Verfügung stellen, damit es eine echte Anerkennung der Belastung für alle Krankenhausbeschäftigte bis zum Ende der Krise gibt. Außerdem muss dringend ausreichend Schutzkleidung (Mundschutz, Kittel, Brillen) produziert werden und im Zweifelsfall Betriebe dazu gezwungen werden, ihre Produktion umzustellen.

Schutzkleidung auch für längere Krise sicherstellen.

Um die Sicherheit zu haben, dass auch für eine längere Krise ausreichend Schutzkleidung zur Verfügung steht, sollte der Senat sicherstellen, dass mehr Betriebe in Berlin die Produktion entsprechend umstellen.

Unsere Forderungen sind weitgehender.

Wir rücken nicht von unseren Forderungen nach TVöD für alle ab! Die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und im Gesundheitswesen allgemein müssen verbessert werden – wir brauchen mehr Personal und eine gesetzliche Personalbemessung. Und die Krankenhausfinanzierung über Fallpauschalen gehört abgeschafft.

Wie geht es jetzt weiter? 

Im Namen der 4.528 Kolleg*innen, die die Petition unterschrieben haben, werden nun die Abgeordneten des Abgeordnetenhauses (mit Ausnahme der AfD), die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci und der regierende Bürgermeister Michael Müller zu einer Videokonferenz eingeladen.  

Bei der Videokonferenz wird die Petition ‚digital‘ überreicht und über die Forderungen aus der Petition gesprochen. Anschließend gibt es eine Videopressekonferenz, um die Presse über die Ergebnisse zu informieren. 

!!!Achtung Terminverschiebung!!!

Die Videokonferenz findet nächste Woche Freitag (17.4.) statt. Beginn um 15:30 für die Beschäftigten, die Politiker*innen sind für 16 Uhr eingeladen.

Alle Beschäftigten von Charité, Vivantes und den Tochterunternehmen sind dazu eingeladen an der Videokonferenz als Zuschauer*innen teilzunehmen. Vorbereitungstermin: am Mittwoch, 15.4. 18 Uhr!!

Wie geht es dann weiter?

Beteiligt euch an unseren Terminen und Aktionen!!

Kontakt:

dluetzkendorf@gmail.com

silvia.habekost@berlin.de