Krankenhäuser

Verhandlungen zum Corona-Krankenhauspakt

Corona Krankenhauspakt

Verhandlungen zum Corona-Krankenhauspakt

Auf Druck von mehr als 4.500 Beschäftigten von Charité und Vivantes hin hat sich die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, bereit erklärt, mit ver.di über einen Corona-Krankenhauspakt für Berlin zu verhandeln. Nach einer Sondierung am 29. Mai 2020 folgt am kommenden Montag, dem 15. Juni 2020 die erste von insgesamt drei verabredeten Gesprächsrunden.

„Wir werden am Montag mit der Gesundheitssenatorin zunächst über das dringliche Themenfeld Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten sprechen. Wir wissen z. B., dass Schutzkleidung, Desinfektionsmittel sowie Masken und Mund-Nasen-Schutz immer noch rationiert werden. Transparenz über die Gründe wird kaum hergestellt. Beschäftigte fühlen sich deshalb immer noch viel zu wenig bei der Arbeit geschützt“, sagt die ver.di-Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales, Meike Jäger.

In den beiden nächsten Verhandlungsrunden die folgenden Themen bearbeitet werden: Tarifierung bzw. Rückintegration der Vivantes-/ Charité-Tochterunternehmen sowie die Sicherstellung angemessener Personalausstattung im Krankenhaus und die Finanzierung des Gesundheitswesens insgesamt. Meike Jäger hierzu: „Wir fordern von der Gesundheitssenatorin bzw. dem Berliner Senat insgesamt, dass sie sich auf Bundesebene im Kreis der Gesundheitsminister für die Abkehr vom Fallpauschalensystem (DRG) sowie eine bedarfsgerechte Personalausstattung und entsprechende Finanzierung in Krankenhäusern einsetzen. Wann, wenn nicht jetzt in der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitswesen mit ausreichend Personal und guter Ausstattung für die Bevölkerung ist!“

ver.di erwartet, dass die Verhandlungen zu klaren Vereinbarungen mit der Gesundheitssenatorin führen, die dann zügig in entsprechende politische Beschlüsse überführt und umgesetzt werden.