Krankenhäuser

Verhandlungsauftakt Corona Krankenhauspakt

Verhandlungsauftakt Corona Krankenhauspakt

Ein Stück Kohle aus der Lausitz privat Ein Stück Braunkohle als Verhandlungsbegleitung

Nachdem die Berliner Gesundheitssenatorin Kalayci letzte Woche zugesagt hat über die Forderungen aus dem Corona Krankenhauspakt zu verhandeln, kam es am 29.5. zum ersten Sondierungsgespräch.
Die Forderungen sind: ausreichend Schutzkleidung, einen Belastungszuschlag, engmaschige Testungen, die Rückführung
der Töchter und mehr Personal.
Zu Beginn des Gesprächs überreichte die Verhandlungsgruppe die Petition mit 4.528 Unterschriften.
Hier die wichtigsten Ergebnisse des Gesprächs:
- Es wird in den nächsten Wochen drei weitere Termine zu den Themenblöcken Corona-Forderungen, Tochterunternehmen
und Finanzierung/Mehr Personal geben.
- Es gibt die mündliche Zusage, dass es eine Bundesratsinitiative und eine Initiative in der Gesundheitsministerkonferenz zur
Abschaffung der DRGs geben wird. Diese Frage wird in der dritten Verhandlungsrunde genauer beleuchtet. Ein erster Erfolg!
- Gleich zu Beginn fragte die Senatorin nach dem gewerkschaftlichen Organisationsgrad in den Kliniken. Das zeigt: jetzt ist es wichtig sich in ver.di zusammenzuschließen und weiter Druck zu machen.
Anschließend an das 90-minütige Gespräch fand eine Videokonferenz mit über 60 Teamdelegierten statt.

Stimmen aus den Verhandlungen:

"Es war insgesamt ein guter Verhandlungsauftakt. An der Stimmung hat man gemerkt, dass es beide Seiten richtig ernst meinen. Wir haben nochmal herausgestellt, dass das Thema Schutzkleidung für uns nach wie vor extrem wichtig ist."
David Wetzel (Pflegekraft, Charité CBF, Verhandlungsgruppe)

"Wir müssen uns verdammt gut auf die nächsten drei Gesprächstermine vorbereiten. Insbesondere für die Verhandlungen zur Rückführung der Töchter. Da geht es nicht nur um finanzielle Anerkennung, sondern auch um den bedarfsgerechten Einsatz des Personals bei den Töchtern."
Daniel Turek (Versorgungsassistent/BR, Charité Facility Management, Verhandlungsgruppe)

"Der Druck, den wir aufgebaut haben, hat uns an den Verhandlungstisch geführt. Wir haben deutlich gemacht, dass wir hier für viele Beschäftigte sitzen und alles mit den Teamdelegierten besprechen."
Silvia Habekost (Anästhesie Pflegekraft, Vivantes KFH, Verhandlungsgruppe)

Unterstützt wurde die Verhandlungsdelegation von einer Kundgebung und Pressekonferenz vorm Gesundheitssenat, zu der Students for Future, 350.org, Naturfreunde Berlin, Exinction Rebellion, die IL, Ende Gelände und das Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus aufgerufen hatten. Unter dem Motto "Geld für Pflege statt für Autos - wer ist hier systemrelevant?"

Übergabe der Petition ver.di Übergabe der Unterschriften Petition

„Die Teamdelegierten empfehlen der Verhandlungsgruppe für den Berliner Corona Krankenhauspakt die drei folgenden Gesprächstermine mit der Gesundheitssenatorin wahrzunehmen. Im Anschluss an die Termine wird es immer eine Videokonferenz der Teamdelegierten geben, um die Ergebnisse/Zwischenergebnisse zu beraten und den nächsten Termin vorzubereiten. “

Es haben bereits 83 Teams ihre Teamdelegierten benannt. Alle Teams, die einen Mehrheitsbrief unterzeichnet haben oder das in Zukunft tun, können weiterhin ihre Delegierte/n benennen (Meldung mit Email und Telefonnummer an melanie.guba@verdi.de).

Die letzten Wochen zeigen, was ihr aktuell bewegen könnt, wenn ihr zusammensteht.
Die nächsten Wochen werden entscheiden, ob dies auch zu spürbaren Verbesserungen führt oder es bei warmen Worten bleibt. Das wird nicht durchs Verhandlungsgeschick entschieden, sondern ob ihr zusammensteht und gemeinsam zeigt: JETZT ist die Zeit für Veränderung.