Krankenhäuser

Durch Outsourcing abgewertet

Charité

Durch Outsourcing abgewertet

Charité-Tochter versucht Betriebsversammlung zu verhindern

Die Charité-Tochter Charité Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH (CPPZ) versucht mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Arbeitsgericht, eine Betriebsversammlung des Betriebsrats zu verhindern. Nach Auffassung der Geschäftsführung soll die Betriebsversammlung zu lang dauern.

Der Personalrat der Charité und der Betriebsrat von Vivantes führen jedes Jahr eine eintägige Versammlung durch, ohne dass es hierzu in den letzten Jahren zu juristischen Auseinandersetzungen gekommen ist. Was bei den Mutterhäusern möglich ist, soll in der Tochter jetzt verboten werden.

„Wenn die Beschäftigten so wichtig für die Charité sind, dann wäre eine Ausgliederung unverantwortlich. Es zeigt sich immer wieder: Wenn es um Kosteneinsparungen geht, werden die Kolleginnen und Kollegen durch Outsourcing abgewertet. Wenn es um die Beschränkung von Arbeitnehmerrechten geht, versuchen die Geschäftsführungen, das Patientenwohl gegen die Beschäftigten auszuspielen“, erklärt ver.di-Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel.

Die Gerichtsverhandlung findet am Dienstag, den 4. September um 12:30 Uhr vor dem Arbeitsgericht Berlin statt.