Krankenhäuser

Keine Tarifeinigung

Klinikum Frankfurt (Oder)

Keine Tarifeinigung

Keine Tarifeinigung mit der Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH
Tarifverhandlungen werden am 12. Februar 2019 fortgesetzt

Bei Tarifverhandlungen für die rund 1500 Beschäftigten der Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH konnte am 10. Januar 2019 noch keine Einigung erzielt werden. Die Tarifverhandlungen werden am 12. Februar 2019 in Frankfurt (oder) fortgesetzt. Die Gewerkschaft ver.di fordert die Angleichung an das Entgeltniveau des Tarifvertrages für die Krankenhäuser im öffentlichen Dienst.

Die Gewerkschaft ver.di hatte Mitte des Jahres 2018 eine Entgelterhöhung um 9,6 Prozent, dabei mindestens 230 EUR monatlich gefordert. Mit dieser Forderung soll eine Angleichung an das Niveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes für die Krankenhäuser (TVöD-K) erreicht werden. Es handelt sich dabei um den Flächentarifvertrag für kommunale Krankenhäuser, der in Ost und West gleichermaßen gilt, wenn das jeweilige Krankenhaus Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) des jeweiligen Bundeslandes ist. Die Entgelte nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes für die Krankenhäuser (TVöD-K) erhöhen sich zum 1. April 2019 bei einer Pflegefachkraft um weitere 3,29 Prozent.

Mit der Übergangsregelung wurden in einem ersten Schritt die Entgelte ab 1. August 2018 um 2 Prozent erhöht sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 350 EUR im Dezember gezahlt. Gleichzeitig wurden rückwirkend ab Juli 2018 die Entgelte für die Auszubildenden auf das Niveau des Tarifvertrages für die Auszubildenden im öffentlichen Dienst angehoben.

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Zeit ab Januar 2019 die restlichen 7,6 Prozent Entgelterhöhung, um das Entgeltniveau weiter an das Tarifniveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes anzugleichen. „Die Beschäftigten im Klinikum in Frankfurt (Oder) haben 28 Jahre nach der Deutschen Einheiten den Anspruch, endlich West-Tarif zu erhalten. Die Krankenkassen vergüten die Krankenhausleistungen in Frankfurt (Oder) nicht schlechter als in Bayern, Niedersachsens, Schleswig-Holstein oder Berlin. Jetzt wollen die Beschäftigten in Frankfurt (Oder) auch wie in Bayern, Niedersachsens, Schleswig-Holstein oder Berlin bezahlt werden“, sagt Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer.

Die Vergütung der Krankenhausleistungen durch die Krankenkassen ist gegenüber allen Krankenhäusern durch die Fallpauschalen weitestgehend bundesweit einheitlich geregelt. Über den Landesbasisfallwert wird eine landesweit einheitliche Vergütung der Krankenkassen für die jeweiligen Krankenhausleistungen garantiert. Dabei sind die Landesbasisfallwerte bundesweit fast einheitlich geregelt. Der Landesbasisfallwert für das Jahr 2018 lag im Land Brandenburg geringfügig über dem Wert in Bayern, Schleswig-Holstein und in Niedersachsen. Der Landesbasisfallwert in Berlin lag nur 0,16 Prozent über dem Wert in Brandenburg. Der Landesbasisfallwert wird jedes Jahr von den Landesverbänden der Krankenkassen und den Landeskrankenhausgesellschaften neu verhandelt.