Charité

Ohne uns bewegt sich nichts

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Ohne uns bewegt sich nichts

Therapeuten und Masseure an der Charité streiken am 5. November

Unter dem Motto „Ohne uns bewegt sich nichts“ ruft ver.di am 5. November ganztätig die Beschäftigten der Charité-Tochterfirma Charité Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH (CPPZ) zum Streik auf.

In die CPPZ sind ca. 115 Therapeut/inn/en und Masseure ausgegliedert. Ca. 60 Beschäftigte sind von der Charité an die CPPZ ausgeliehen und werden nach dem Tarifvertrag der Charité bezahlt (TVöD). Die CPPZ-Beschäftigten verdienen ca. 500 – 900 Euro weniger als nach dem Tarifvertrag der Charité. Die Geschäftsführung der CPPZ hat auch nach sechs Verhandlungsrunden kein Angebot zur Angleichung an den TVöD vorgelegt.

„Die Beschäftigten der CPPZ arbeiten täglich aufs Engste mit den Pflegenden und den Ärztinnen und Ärzten für die Versorgung der Patienten zusammen. Es ist grotesk, dass diese Berufsgruppen in einem öffentlichen Krankenhaus durch Ausgründung künstlich vom Rest der Belegschaft abgespalten werden, um Tarifflucht zu begehen. Jetzt kämpfen die Beschäftigten in der Tochter für Ihr Recht auf gleiche Bezahlung“ erklärt der ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel.

ver.di rechnet mit einer hohen Resonanz auf den Warnstreikaufruf und entsprechenden Einschränkungen bei der therapeutischen Behandlung für diesen Tag. „Die Verantwortung für diese Zuspitzung trägt die Geschäftsführung der CPPZ und der Vorstand der Charité. Sie verweigern sich beharrlich dem Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ erklärt Kunkel.

Die CPPZ wurde 2008 gegründet. Obwohl das Errichtungsgesetz für die Charité (Unimed-Gesetz) für die Ausgründung von Kernbereichen der Krankenversorgung eine Zustimmung des Berliner Abgeordnetenhauses vorsieht, liegt diese nach ver.di-Kenntnissen nicht vor. Hier ist die Berliner Landespolitik gefragt.

Am 28. November findet die nächste Verhandlungsrunde statt. Bis dahin schließt ver.di weitere Streikmaßnahmen nicht aus.