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Dritter Streiktag an der Berliner Charité

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Dritter Streiktag an der Berliner Charité

Der Streik der Pflegekräfte an der Charité geht auch am heutigen Mittwoch, dem 20. September 2017 unvermindert weiter. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wirft der Charité-Leitung massive Behinderung bei der Ausübung des Streikrechtes vor. Immer noch gibt es keine Bereitschaft von der Arbeitgeberseite, eine in solchen Fällen übliche Notdienstvereinbarung abzuschließen. In Gesprächen, die dazu am gestrigen Dienstag zwischen der Streikleitung und der Arbeitgeberseite stattfanden, haben die Arbeitgeber verlangt, in einer Notdienstvereinbarung eine konkrete Personalbesetzung für Stationen zu vereinbaren. Hier verlangen die Arbeitgeber von ver.di genau das, was sie in den Tarifverhandlungen bislang verweigert haben.

ver.di fordert von den Arbeitgebern, die Kapazitäten an allen Standorten herunterzufahren, um der Streiksituation Rechnung zu tragen. Aus Sicht von ver.di ist alles andere fahrlässig und geht zu Lasten der Patienten und Beschäftigten.

Patienten müssen wegen des Streiks mit einer eingeschränkten Versorgung, so zum Beispiel der Verschiebung planbarer Operationen, an den drei Krankenhaus-Standorten der Charité rechnen. Die Versorgung und Gesundheit von Patienten sind durch den Streik nicht gefährdet.

Anlass für den Streik sind die festgefahrenen Verhandlungen über die Verbesserung und Weiterführung des Tarifvertrages für Gesundheitsschutz (TV- GS). Dabei geht es um die unzureichende Personalausstattung auf den Stationen und vielen Funktions- und Arbeitsbereichen.

Leider hat die Arbeitgeberseite bislang keine Bereitschaft zum Einlenken gezeigt, sodass mit einer Fortsetzung des Streiks gerechnet werden muss.