Vivantes

Entlastung und faire Bezahlung bei Vivantes und Charité

Vivantes

Entlastung und faire Bezahlung bei Vivantes und Charité

Streikversammlung im Union-Stadion Alte Försterei
Streikdemo ver.di Entlastung und faire Bezahlung bei Vivantes und Charité


Auch am heutigen Freitag, dem 9. Juli 2021 wird bei den beiden Berliner Krankenhauskonzernen Charité und Vivantes gestreikt. „Wir haben zum Streik aufgerufen, damit sich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten endlich verbessern. Wir brauchen mehr Personal, damit sich die Situation in den Krankenhäusern entspannt. Außerdem müssen die Beschäftigten in den Tochterunternehmen endlich so bezahlt werden, wie ihre Kolleginnen und Kollegen in den Mutterkonzernen“, sagt Frank Wolf, ver.di-Landesbezirksleiter.

Es sei ein Unding, dass die Personaldecke so knapp ist, dass massenweise Überstunden angehäuft werden und der Arbeitsdruck immer mehr ansteigt. Alle litten unter dieser Situation: Nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Patientinnen und Patienten. „Wenn Beschäftigte immer nur ausgepresst werden wie Zitronen, immer nur funktionieren müssen, dann verlieren auch die Engagiertesten irgendwann die Lust und suchen sich einen Job, der weniger stressig ist und besser bezahlt wird“, so Frank Wolf. 

Die notwendige Arbeitsentlastung und die faire Bezahlung in den Tochterfirmen seien Themen, die inzwischen auch in der Öffentlichkeit breit diskutiert werden. Es sei erfreulich, dass die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer ständig ansteige. Am heutigen Freitagnachmittag wird der zweitägige Warnstreik bei Charité und Vivantes mit einer großen Streikversammlung in der Alten Försterei abgeschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass der Fußballclub Union Berlin uns das Stadion, sein Wohnzimmer, zur Verfügung gestellt hat. Das zeigt uns aber auch, dass unsere Forderungen verstanden und von der Stadtgesellschaft unterstützt werden“, so Frank Wolf.

Frank Wolf appellierte an die Arbeitgeberseite, ihre Blockadehaltung aufzugeben und lösungsorientiert mit ver.di zu verhandeln. „Es wird nicht helfen, noch länger auf Zeit zu spielen. Der Unmut bei den Beschäftigten wächst, wir brauchen jetzt Lösungen“, so Frank Wolf. Niemand streike gerne, aber ein Arbeitskampf sei das letzte Mittel, um in einer Tarifauseinandersetzung die Arbeitgeber unter Druck zu setzen. „Wir wollen keinen Streik, wir wollen faire Lösungen am Verhandlungstisch. Das setzt aber voraus, dass die Arbeitgeber akzeptable Verhandlungsangebote machen. Wenn es keine Angebote gibt, wird das unweigerlich zu weiteren Streiks und Aktionen an den Berliner Krankenhäusern führen. Die Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Baustein des modernen Sozialstaats. Und gerade deswegen ist es elementar wichtig, dass die Beschäftigten hier gute Arbeitsbedingen haben und fair bezahlt werden!“, so Frank Wolf.