Pflege braucht genug Personal!

Zusammenstehen für Vivantes

Vivantes Therapeutische Dienste

Zusammenstehen für Vivantes

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

seit einigen Wochen ist klar, dass die Beschäftigten der VTD zum 01. Januar 2020 in die Vivantes-Muttergesellschaft übergehen werden und dann nach den Bedingungen des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD Krankenhäuser) beschäftigt werden. Dass dies jetzt so kommt, ist ein großer Erfolg der vielen aktiven ver.di Kolleg*innen in der VTD, die zusammen mit den Vivantes Therapeut*innen im Mutterkonzern und dem ver.di Vivantes Kampagnenrat jahrelang dafür gekämpft haben, sowie der solidarischen Unterstützung der Therapeut*innen der CPPZ, vieler anderer Berufsgruppen von Vivantes und der Charité und anderen gewerkschaftlichen Gremien wie z.B. dem Gewerkschaftlichen Aktionsausschuss. Ihr unermüdlicher Druck auf Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Berliner Politik hat letztendlich dazu geführt, dass es nun aufgrund einer Gesellschafterweisung des Senats zu der Rückgliederung der Therapeutischen Dienste kommt.

Allerdings läuft die Umsetzung nicht von selbst. Die im Januar 2019 von einer ver.di Mitgliederversammlung gewählte VTD-Rückführungskommission hat in vielen Sitzungen den Prozess kritisch begleitet und vorangetrieben. Wir begrüßen es von ver.di sehr, dass der Betriebsrat nun eine sehr gute „Betriebsvereinbarung zur Regelung des Übergangs der Beschäftigten der VTD-GmbH auf die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH“ mit der Arbeitgeberseite abgeschlossen hat.

Die Betriebsvereinbarung regelt, in welcher Form die Beschäftigten übergehen, welche Rechtsfolgen damit verbunden sind, wie die Beteiligung des Betriebsrats im Rahmen seiner Mitbestimmungsrechte auszusehen hat und wie die Kommunikation im gesamten Prozess gestaltet werden muss.

Zentraler Punkt der Vereinbarung ist, dass mindestens 50% der Beschäftigten dem Abschluss eines neuen Arbeitsver-trages zustimmen müssen. Dies ist lt. Betriebsrat inzwischen geschehen. Nur so wird der Betriebsteilübergang von VTD zur Muttergesellschaft ausgelöst.

Im Laufe des Jahres 2020 wird die VTD auf die Muttergesellschaft verschmolzen. Das heißt, die VTD hört auf zu existieren. Beschäftigte, die dann noch mit alten Verträgen in der VTD beschäftigt sind, haben dann nur zwei Optionen. Entweder sie nutzen ihr außerordentliches Kündigungsrecht und scheiden aus Vivantes aus – oder sie wechseln mit den alten VTD Arbeitsbedingungen in die Muttergesellschaft. Dabei kann man sich nicht darauf verlassen, dass einem dann nochmals das Angebot vorgelegt wird, zu TVöD-Bedingungen beschäftigt zu werden.

Abschließend möchten wir noch einmal betonen: Bei Vivantes passiert gerade etwas Großartiges – etwas, was im Krankenhaus noch nicht oft passiert ist: Dass ein ausgegliederter Bereich wieder in das Mutterunternehmen zurückge-holt wird. Dieser Vorgang ist kein Geschenk – sondern wurde hart erkämpft. ver.di wird daher den gesamten weiteren Prozess kritisch im Blick behalten. Und natürlich stehen wir, wenn es zu Problemen kommt, unseren Mit-gliedern als Anlaufstelle zur Verfügung.

Es grüßen euch

Meike Jäger, Landesfachbereichsleiterin und Mitglied im Vivantes Aufsichtsrat
und
Janine Balder, zuständige Gewerk-schaftssekretärin bei ver.di