Vivantes

ver.di erwartet Arbeitgeberangebote

Charité und Vivantes

ver.di erwartet Arbeitgeberangebote

Plakatmotiv ver.di ver.di erwartet Arbeitgeberangebote


Die Tarifgespräche über Entlastung beim kommunalen Krankenhausbetreiber Vivantes werden am heutigen Dienstag wieder aufgenommen. „Wir begrüßen es sehr, dass sich die Vivantes-Geschäftsführung einen Ruck gegeben hat und zur Gesprächen und Verhandlungen - auch während des noch laufenden Streiks - bereit ist. Wir sind für die anstehenden Runden unter Beteiligung von Experten beider Seiten gut vorbereitet  Ab Mittwochnachmittag könnten Tarifverhandlungen aufgenommen werden, wenn die Expertenrunden, in denen es um die Mindestpersonalbesetzung auf Station und in den Bereichen gehen soll, erfolgreich verlaufen. Wir hoffen weiterhin, dann zu schnellen Lösungen zu kommen, die ein Herunterfahren des Streiks ermöglichen“, sagt die ver.di-Verhandlungsführerin Meike Jäger.

Am Uniklinikum Charité will der Vorstand am heutigen Tag ein schriftliches Angebot übermitteln. Bei einer positiven Bewertung durch die ver.di-Tarifkommission und die Teamdelegierten wollen beide Seiten unmittelbar in reguläre Verhandlungen einsteigen, um möglichst noch in dieser Woche eine Lösung des Tarifkonflikts finden. ver.di ist grundsätzlich bereit, den Streik an der Charité zeitnah herunter zu fahren, wenn sich das Angebot wie erwartet als verhandlungsfähig darstellt. Zunächst aber wird der Arbeitskampf in beiden Klinikträgern unvermindert fortgesetzt.

„Der Streikdruck wirkt. Endlich kommt der Tarifkonflikt bei Charité und Vivantes in einen konstruktiven Verhandlungsmodus. Wichtig ist, dass an Charité und Vivantes bei Arbeitsbedingungen und Patientenversorgung dieselben Standards und vergleichbare Tarifregelungen entwickelt werden. Der Senat in seiner Funktion als Gesellschafter beider Unternehmen ist gefordert, seinen Einfluss auf die landeseigenen Klinikträger in diesem Sinne geltend zu machen“, sagt die stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Feldkötter. Die Möglichkeit dazu besteht auch in der gemeinsamen Aufsichtsratssitzung am Dienstagnachmittag ab 15:30 Uhr.

Die Tarifverhandlungen in den Vivantes-Tochtergesellschaften, für die ver.di die Anwendung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) auf alle Beschäftigten fordert, wurden am Montag fortgesetzt. Erstmals legten die Arbeitgeber dabei ein konkretes Angebot für Zuschläge und Zulagen vor. „Allerdings gibt es immer noch kein Angebot für einen Stufenplan zur Angleichung an den TVöD“, erklärte Ivo Garbe der für ver.di die Tarifverhandlungen in den Vivantes-Tochtergesellschaften führt.

Bei einem klärenden Spitzengespräch von ver.di und der Geschäftsführung von Vivantes am Montagnachmittag wurde ein neues Angebot für Dienstag angekündigt.