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Streikaufruf!

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Streikaufruf!

Streik bei Vivantes Service Gesellschaft ab 11. April 2018

Da mit den Arbeitgebern der Vivantes Service Gesellschaft am Verhandlungstisch keine nennenswerten Verbesserungen mehr erzielt werden können, sieht sich die zuständige ver.di-Tarifkommission gezwungen, ab Mittwoch, dem 11. April 2018 alle 300 VSG-Beschäftigten zum Streik aufzurufen. Die 600, von Vivantes gestellten Beschäftigten des Unternehmens werden im Rahmen des Solidaritätsstreiks jeweils zeitweise in den Streik gerufen. „Wir gehen von einem längeren Streik aus und haben deshalb die Arbeitgeberseite auch zu Verhandlungen über eine Notdienstvereinbarung aufgerufen. Für dringend notwendige Operationen wird ausreichend Sterilgut vorgehalten werden; dennoch kann es durch diesen Streik zu Behinderungen im Krankenhausablauf und auch zur Absage von Operationen kommen“, so Meike Jäger, ver.di-Verhandlungsführerin.

Die Vivantes Service Gesellschaft (VSG) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Krankenhauskonzerns Vivantes. In dieser Gesellschaft sind die Dienstleistungsbereiche Sterilgutaufbereitung, Patientenbegleitservice, Facility Management und Bauabteilung, Wäscheversorgung und der Bereich Einkauf und Logistik organisiert.

Seit zwei Jahren - mit diversen Unterbrechungen und vielen Streiktagen - laufen die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Vivantes Service Gesellschaft (VSG). ver.di fordert einen Haustarifvertrag auf Basis des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes wie er auch bei der Muttergesellschaft Vivantes gilt. In den Kernpunkten wird um eine Übernahme des Manteltarifvertrages zu 100 Prozent, die Anpassung der Entgelttabellen an das Niveau des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) im Rahmen eines Stufenplans sowie eine Regelung zur Altersversorgung gerungen. Die Arbeitgeberseite ist ver.di, nach einer längeren Verhandlungspause im Sommer 2017, im Oktober ein Stück weit entgegengekommen. So wurden der verhandlungsfähige Entwurf eines Manteltarifvertrages sowie ein Vorschlag zur Altersversorgung unterbreitet. Des Weiteren wurde ein Entwurf für einen Entgelttarifvertrag vorgelegt, auf den man sich zunächst konzentriert hat. Im weiteren Verlauf der Verhandlung en wurden die jährlichen Steigerungsraten zwar geringfügig erhöht; die Schere zur Tarifentwicklung in öffentlichen Krankenhäusern würde damit aber keinesfalls geschlossen. Kein Entgegenkommen gab es bei der Forderung nach Übernahme der Entgeltordnung des TVöDs.

„Uns ist es unverständlich, warum die Arbeitgeberseite es weiterhin ablehnt, alle Beschäftigten in die Entgeltordnung des TVöD zu überführen. Damit würde für Transparenz zwischen den bei der VSG gestellten Vivantes-Mitarbeiter/innen und den VSG-Beschäftigten gesorgt. Perspektivisch würde es somit einfacher, schrittweise die Gehälter VSG-Beschäftigten an das höhere Niveau anzupassen. Unser Ziel ist weiterhin die Gleichstellung der Beschäftigten“, so Meike Jäger.

Insgesamt sind für die Vivantes Service Gesellschaft (VSG), einer 100%igen Tochter der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit, 900 Mitarbeiter/innen tätig; davon sind 300 VSG-Beschäftigte und ca. 600 Beschäftigte bei Vivantes angestellt und im Wege der Gestellung bei der VSG eingesetzt.