Vivantes

Streik bei Charité und Vivantes beginnt am morgigen Donnerstag

Charité und Vivantes

Streik bei Charité und Vivantes beginnt am morgigen Donnerstag

Am morgigen Donnerstag, dem 9. September beginnen die schon von ver.di angekündigten unbefristeten Streiks an den Kliniken von Charité und Vivantes sowie bei den Vivantes-Tochtergesellschaften.
Plakatmotiv ver.di Streik bei Charité und Vivantes beginnt am morgigen Donnerstag


ver.di hat für den Streikbeginn zahlreiche Beschäftigte, darunter vor allem Pflege- und Servicepersonal an diversen Einrichtungen der beiden Krankenhauskonzerne zum Streik aufgerufen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass es bereits in der Anfangsphase des unbefristeten Streiks zu spürbaren Einschränkungen kommen wird. So ist zum Beispiel davon auszugehen, dass nicht notwendige Operationen oder Krankenhausaufenthalte verschoben werden müssen.

„Durch den Streik ist weder die Sicherheit oder Gesundheit von Patientinnen und Patienten bedroht, noch gefährdet der Streik die Gesundheitsversorgung Berlins. Wir sagen ganz deutlich: wir wollen auf dem Verhandlungsweg eine einvernehmliche Lösung erzielen und sind jederzeit gesprächsbereit. Das, was derzeit bei Charité und Vivantes auf dem Tisch liegt, sind Bewegungen in die richtige Richtung. Zu vieles bleibt jedoch im Unkonkreten. Daher müssen wir jetzt den Druck erhöhen, um eine zügigere Annäherung herbeizuführen. Wir erwarten, dass sich die Arbeitgeber trotz Streikmaßnahmen jetzt bewegen. Nach mehr als 120 Tagen der Aufforderung zu Tarifverhandlungen liegt es jetzt bei den Arbeitgebern und den politisch Verantwortlichen, diese Konflikte rasch beizulegen“, sagte heute Meike Jäger, ver.di-Verhandlungsführerin und Fachbereichsleiterin Gesundheit.

Für die Klinikbelegschaften fordert ver.di einen Tarifvertrag Entlastung, der Mindestpersonalbesetzungen für Stationen und Bereiche regelt, einen Belastungsausgleich für den Fall, dass diese nicht eingehalten werden sowie eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen. In den Tochtergesellschaften von Vivantes will die Gewerkschaft erreichen, dass sich die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung aller Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) richten.

In einer Urabstimmung hat sich die überwältigende Mehrheit der ver.di-Mitglieder bei Charité und Vivantes sowie in den Vivantes-Tochtergesellschaften für einen unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen. Das ärztliche Personal ist nicht von ver.di zum Streik aufgerufen worden.