Pflege braucht genug Personal!

Vivantes Beschäftigte nehmen Politiker beim Wort

Vivantes Beschäftigte nehmen Politiker beim Wort

Weihnachtssterne für den Aufsichtsrat
Protest ver.di Protest AR Vivantes 7.12.16

rund 30 Vivantes - TherapeutInnen beteiligten sich trotz Kälte am Mittwoch, den 07.12. an der ver.di - Aktion anlässlich der Aufsichtsratsitzung an der Aroser Allee. Unterstützt wurden sie von KollegInnen der VSG, Pflege, Viva Clean, Labor Berlin, Betriebsrat, Gewerkschaftlicher Aktionsausschuss/ Lehrbeautragte, IGM, Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurde eine Kiste jahreszeitlich angepasster Fröbelsterne mit unseren Forderungen und Flugblätter mit kommentierten Passagen aus dem Koalitionsvertrag überreicht. Informiert euch im Anhang und gebt das Flugblatt in euren Bereichen weiter! Wir haben schon viel erreicht.

Wir Vivantes-Beschäftigte nehmen die Politiker beim Wort!!

Im Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Koalition steht:

Die Koalition setzt sich dafür ein, dass Landesunternehmen in Tarifbünden geführt werden. Sie setzt sich zudem dafür ein, dass auch für Landesunternehmen und ihre Tochterunternehmen, die bisher noch nicht tarifgebunden sind, zügig mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung und der Angleichung an den TVÖD Tarifverträge abgeschlossen werden. Die Koalition wird Outsourcing in öffentlichen Einrichtungen und Betrieben mit lediglich dem Ziel, sich aus Tarifbindungen zu lösen, unterbinden.“ (S. 163)

Für uns heißt das: Wir nehmen die Politik beim Wort und es ist die Politik, die entscheidet, was in landeseigenen Unternehmen in Berlin passiert.

Alle Ausgründungen, die bei Vivantes vorgenommen wurden – vor 15 Jahren, genauso wie vor 2 Jahren, hatten das alleinige Ziel, aus der Tarifbindung herauszukommen und Löhne abzusenken.

Damit muss nun endlich Schluss sein!!

Wir wollen den TVÖD für alle – JETZT!!

Wir wollen die Rückführung aller Töchter – JETZT!!

Angefangen mit der Tochter Therapeutische Dienste GmbH, deren Gründung der größte Fehler überhaupt war!! Bei Vivantes wird eine positive Fehlerkultur propagiert. Fehler sind dafür da, um daraus zu lernen.

ALSO: Auflösung der Tochter Therapeutische Dienste und die Übernahme derTochterbeschäftigten in die Muttergesellschaft!! - JETZT!!

Weiterhin steht zum Thema Krankenhäuser folgendes im Koalitionsvertrag:

Trendwende in der Krankenhausfinanzierung

Berlin braucht eine Trendwende in der Krankenhausfinanzierung, die die Krankenhäuser von der Aufbringung von Eigenmitteln entlastet. Die Koalition ist sich ihrer Investitionsverpflichtung bewusst. Die Investitionsquote des Landes Berlin in der Krankenhausversorgung wird auf den Bundesdurchschnitt angehoben. Die Koalition erwartet, dass die Krankenhäuser die frei werdenden Mittel insbesondere zur Verbesserung der Personalsituation verwenden. Sie prüft bis 2021, welche Effekte die Umstellung auf Investitionspauschalen für die stationären Einrichtungen in Berlin hatte. Die Koalition wird die besondere Verantwortung des Landes Berlin für die kommunalen Krankenhäuser verstärkt wahrnehmen, indem sie die Eigenkapitalquote bei Vivantes substantiell erhöht. Die landeseigenen Kliniken müssen vorangehen, wenn der Pflegeberuf attraktiver gemacht werden soll. Bessere Arbeitsbedingungen, eine angemessene Bezahlung und familienfreundliche Arbeitszeiten für alle Berufsgruppen sind beispielhaft umzusetzen.“ S.155

Das heißt wahrlich nicht, dass der Investitionsstau abgebaut wird, aber das bedeutet, dass das freiwerdende Geld zur Personalaufstockung verwendet werden muss!! Da liegen wir genau richtig mit unserer Tarifforderung Entlastung! Denn wir wissen: freiwillig wird Vivantes nicht für mehr Personal sorgen. Das geht nur mit Druck von unten.

 

Sterne ver.di Sterne für den Aufsichtsrat