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ver.di kritisiert Täuschungsmanöver und Spaltungsversuche

Charité und Vivantes

ver.di kritisiert Täuschungsmanöver und Spaltungsversuche

Streiks in Vivantes-Tochtergesellschaften werden fortgesetzt.
Mehr von uns ist besser für alle! ver.di ver.di kritisiert Täuschungsmanöver und Spaltungsversuche  – Streiks in Vivantes-Tochtergesellschaften werden fortgesetzt.


Im Tarifkonflikt um die Anwendung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) auf alle Beschäftigten der Vivantes-Tochtergesellschaften gibt es keine Annäherung. »Das am Freitag vorgelegte Angebot der Arbeitgeber ist nicht einigungsfähig. Damit provoziert die Vivantes-Spitze eine weitere Eskalation des Konflikts«, erklärt Ivo Garbe, der für ver.di die Tarifverhandlungen in den Tochtergesellschaften des kommunalen Klinikkonzerns führt. Die ver.di-Tarifkommission hat die Offerte einstimmig zurückgewiesen und die Fortsetzung des Arbeitskampfs beschlossen. Damit drohen auch in der kommenden Woche Störungen im Klinikbetrieb.

Garbe widersprach der Darstellung der Konzernspitze, das Arbeitgeberangebot beinhalte einen konkreten Stufenplan zur Angleichung der Entgelte an den TVöD. »Das ist ein reines Täuschungsmanöver. Es gibt überhaupt keine verbindliche Perspektive zur vollständigen Angleichung an das TVöD-Niveau, es wird nicht einmal die Struktur des Flächentarifvertrags adäquat abgebildet.« Viele Beschäftigte der Servicetochter VSG würden mehrere Jahre ohne Gehaltsverbesserung bleiben. Und die Belegschaft der Medizinischen Versorgungszentren von Vivantes bliebe komplett außen vor.

»Die Beschäftigten sind über diese Spaltungsversuche empört – und fest entschlossen, ihren Kampf für gleichen Lohn für gleiche Arbeit fortzusetzen«, betont Garbe. »Wir fordern die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein Angebot zur schrittweisen Angleichung an den TVöD für alle Beschäftigten vorzulegen.« Die ver.di-Tarifkommission und die Teamdelegierten wollen heute Vormittag über die nächsten Schritte beraten. »Wir bleiben verhandlungs- und kompromissbereit. Zugleich breiten wir uns auf neue Aktionen und die Fortsetzung des Arbeitskampfs vor.« Die stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Feldkötter appelliert an den Berliner Senat, seinen politischen Vorgaben zur Anwendung des TVöD in den landeseigenen Betrieben Geltung zu verschaffen. »Die verantwortlichen Landespolitiker müssen Farbe bekennen und die volle Refinanzierung der nötigen Tarifsteigerungen verbindlich absichern«, fordert die Gewerkschafterin. »Versprechungen haben wir viele gehört. Wer glaubwürdig bleiben will, muss jetzt handeln.«