Pflege braucht genug Personal!

Streik geht weiter

Vivantes Service GmbH

Streik geht weiter

Seit 15 Tagen wird in der 100%igen Tochter Vivantes Service GmbH des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes gestreikt. Eine Lösung des Konfliktes ist derzeit nicht in Sicht, weder die Arbeitgeberseite noch der Senat haben bislang reagiert.

Stattdessen wird versucht, den Normalbetrieb am Laufen zu halten. So werden z.B. Pflegekräfte abberufen, um Tätigkeiten des Patientenbegleitservice zu übernehmen, Beschäftigte aus artfremden Bereichen der VSG übernehmen die Sterilgutaufbereitung bzw. wird das Sterilgut gleich nach extern zur Aufbereitung vergeben. Das sind Maßnahmen des Arbeitgebers, um die bestehende Notdienstvereinbarung zu umgehen. Damit wird der Konflikt jedoch weiter angeheizt.

„Die Streikenden warten auf ein wirklich verhandelbares Angebot vom Arbeitgeber, mit dem die Schere zu den Löhnen und Gehältern ihrer Beschäftigten im Mutterkonzern, die nach Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes bezahlt werden, endlich geschlossen wird. Sie fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit“, sagt Janine Balder, zuständige Gewerkschaftssekretärin.

Der Streik wird daher auch in dieser Woche, mindestens bis zum 1. Mai fortgesetzt.

Der Streik bei der Vivantes Service Gesellschaft hat am 11. April 2018 begonnen und läuft bis auf Weiteres. ver.di hat die 300 VSG-Beschäftigten zum Streik aufzurufen, weil die Verhandlungen zu einem Entgelt- und einem Manteltarifvertrag bislang ergebnislos verlaufen sind. Die 600, von Vivantes gestellten Beschäftigten des Unternehmens werden im Rahmen des Solidaritätsstreiks ebenfalls in den Streik gerufen. Die Vivantes Service Gesellschaft (VSG) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Krankenhauskonzerns Vivantes. In dieser Gesellschaft sind die Dienstleistungsbereiche Sterilgutaufbereitung, Patientenbegleitservice, Facility Management und Bauabteilung, Wäscheversorgung und der Bereich Einkauf und Logistik organisiert.