Pflege braucht genug Personal!

Die Antwort heißt Streik!

Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

Die Antwort heißt Streik!

Tarifverhandlungen der Vivantes Service GmbH

Die Vivantes Service GmbH (VSG) streikt ab 8. Juni -

für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, gegen Tarifflucht, gegen die Zersplitterung unseres Krankenhauses: Für den TVöD für alle.

Das bisherige Angebot der Geschäftsführung ist völlig inakzeptabel und würde die Ungleichheit auf Dauer festschreiben.

In diesem zweiten Warnstreik müssen und werden wir noch einmal zeigen, dass der Krankenhausbetrieb ohne die „Service“-Kolleg_innen – also die Zentralsterilisation, Wäscheversorgung, den Patientenbegleitservice, Inhouse-Logistik, Transport, Lager, Einkauf, und Handwerker_innen – nicht funktioniert. Wir wissen, dass zur guten Versorgung unserer Patienten und Patientinnen ALLE Kolleg_innen im Krankenhaus wichtig sind. Was nützen die besten Operateure, wenn die Instrumente defekt oder gar verschmutzt sind? Wie soll gute Pflege funktionieren, wenn die Wäsche fehlt, die Spritze nicht da ist, Essen nicht gekocht oder geliefert wird?!

Ziel dieser Tarifauseinandersetzung ist, das solidarische Miteinander im Krankenhaus wieder herzustellen. Die Geschäftsführung antwortet bisher nur mit Spaltungsversuchen, daher bleibt nur der Streik. Wir bitten um euer Verständnis und eure Solidarität! Das Ziel ist wieder in einem Krankenhaus zu arbeiten, wo die gute Versorgung von PatientInnen im Mittelpunkt steht und alle für dieses Ziel gerecht und ausreichend bezahlt werden!!

Wie vermeide ich, Streikbrecher_in zu werden?

  • Ihr seid nicht verpflichtet, Tätigkeiten zu übernehmen, die nach Eurem Arbeitsvertrag nicht von Euch verlangt werden können.
  • Auch wenn diese Tätigkeiten im Rahmen Eures Arbeitsvertrages liegen, aber „ihre Ausführung dem Zweck dient, den streikbedingten Arbeitsausfall abzumildern oder zu neutralisieren, ist es Euch als Kolleg_innen unzumutbar, der Anweisung des Arbeitgebers zu folgen und damit seinen streikenden Kolleg_innen in den Rücken zu fallen. Z.B. eine Abordnung um nur noch Patientenbegleitservice zu machen, müsst Ihr nicht befolgen!
  • Schwieriger ist es bei Tätigkeiten, die ihr sonst auch (gelegentlich) übernehmt. Im Zweifelsfall haltet Rücksprache mit der Streikleitung (s.u.).
  • Niemand muss wegen des Streiks aus dem Frei einspringen, Überstunden leisten etc. Dies solltet Ihr nicht tun!
  • Niemand muss wegen des Streiks „Turbo-Arbeiten“, d.h. in der gleichen Zeit mehr schaffen. Wenn der Arbeitgeber doch die Übernahme von ausfallenden Tätigkeiten anordnen sollte (als Notdienst), fordert eine Entscheidung ein, welche Tätigkeit ihr weglassen sollt, ohne Patient_innen zu gefährden (z.B. Dokumentation).
  • Wenn ein Teil der Kolleg_innen wegfällt (z.B. PBS, Inhouse-Logistik, Transport), können verständlicherweise weniger Patient_innen versorgt werden. Fordert Bettenschliessungen, um die Mehrarbeit bewältigen zu können.
  • Leiharbeiter_innen sind laut Gesetz NICHT zu Streikbrecherarbeiten verpflichtet. Sie können die Arbeit in bestreikten Betrieben verweigern. Beschäftigte aus Leiharbeitsbetrieben, die dem igZ-Tarifvertrag unterliegen, DÜRFEN in bestreikten Betrieben (also in diesem Fall der VSG) NICHT eingesetzt werden.

Was kann ich sonst noch tun?
Unterstützt die Kolleg_innen mit Eurer Unterschrift, verbringt eure Pausen bei den Streikenden, besucht sie vor oder nach eurem Dienstbeginn, kommt zu den Streikveranstaltungen:Streiklokal Mi, 8.6. – KNK, Do 9.6. - KFH, Fr. 10.6. - KSP, Sa/So 11./12.6. – KAU, danach - achtet auf Informationen! …und kommt zur Kundgebung vor dem Roten Rathaus: Do. 9.6. 13:00