Vivantes

Erfolgreicher Streik bei Vivantes

Vivantes

Erfolgreicher Streik bei Vivantes

ver.di-Aktion am 29.06.2021
Warnstreik bei Vivantes-Tochterfirmen ver.di Warnstreik bei Vivantes-Tochterfirmen am 29.06.2021


Am heutigen Dienstag, dem 29. Juni 2021 sind zahlreiche Bereiche der Vivantes-Tochterfirmen ganztägig bestreikt worden. Dem Streikaufruf von ver.di sind mehr als 300 Beschäftigte gefolgt. „Wir sind mit der Streikteilnahme am ersten Streiktag sehr zufrieden, wir gehen davon aus, dass die Arbeitgeberseite die starken Auswirkungen des Streiks gespürt hat“, sagte Ivo Garbe, ver.di-Streikleiter. Es habe keine besonderen Zwischenfälle gegeben, auch die Gesundheit und das Wohl der Patientinnen und Patienten sei zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen.

Der Anlass für den Streik bei Vivantes ist die Tatsache, dass für die Tochtergesellschaften derzeit kein Tarifvertrag gilt, in zwei Gesellschaften finden Tarifverträge für das Hotel- und Reinigungsgewerbe Anwendung, die Einstiegslöhne vieler Beschäftigter liegen unter dem Landesmindestlohn Berlin. ver.di will hingegen erreichen, dass für alle Beschäftigten in den Tochterfirmen der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gilt. Die Beschäftigten im Mutterhaus Vivantes werden nach TVöD bezahlt, in den Tochtergesellschaften erhalten die dort tätigen Beschäftigten rund ein Drittel weniger Entgelt.

„Wir fordern von den Arbeitgebern schnellstmöglich ein Angebot, das einen verbindlichen Stufenplan enthält, der den Weg zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst festlegt. Unser Ziel ist es, Lohngerechtigkeit bei Vivantes zu schaffen. Je schneller wir uns auf einen Stufenplan einigen, desto eher kann der Tarifkonflikt bereinigt werden. Wir sind gesprächsbereit“, sagte Ivo Garbe.

Die Tochterfirmen von Vivantes sind u.a. zuständig für die Speiseversorgungslogistik, Reinigung, die Medizinischen Versorgungszentren, die ambulante Rehabilitation, Sterilisation, Logistik oder den Patiententransport. Tätig sind hier ca. 2.300 Beschäftigte, ein Teil davon ist beim Mutterkonzern angestellt, jedoch in Tochterfirmen tätig und wird daher nach dem TVöD bezahlt („gestellte“ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer). Die Belegschaft ist hier also gespalten, dieselbe Tätigkeit wird unterschiedlich bezahlt, was aus Sicht von ver.di nicht länger hinnehmbar ist.

Warnstreik bei Vivantes-Tochterfirmen am 29.06.2021 ver.di Warnstreik bei Vivantes-Tochterfirmen am 29.06.2021
Warnstreik bei Vivantes-Tochterfirmen am 29.06.2021 ver.di Warnstreik bei Vivantes-Tochterfirmen am 29.06.2021