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Tarifeinigung zwischen ver.di und Deutschem Herzzentrum erzielt

Deutsches Herzzentrum Berlin

Tarifeinigung zwischen ver.di und Deutschem Herzzentrum erzielt

Wir sind es wert Pascal Klein Tarifeinigung zwischen ver.di und Deutschem Herzzentrum erzielt


ver.di und das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) haben sich auf ein Tarifergebnis für die nicht-ärztlichen Beschäftigten geeinigt. Rückwirkend ab dem 1. April 2021 steigen die Tabellenwerte um 1,8 Prozent mind. 60 € und um weitere 2 Prozent (mind. 65 €) ab dem 1. Februar 2022. Die Einführung einer Pflegezulage wird als weiterer Erfolg verbucht. Anders als im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) erhalten Pflegekräfte ab 01. April 2021 schon 90 € monatlich (statt 70 €) mehr. Zum 1. März 2022 wird dieser Betrag dann auf 120 € erhöht. Zusätzlich wird der Nachtzuschlag auf 20 Prozent für alle Stunden zwischen 20 Uhr und 6 Uhr erhöht. Des Weiteren konnte gegen den zunächst vorhandenen Widerstand der Geschäftsführung für alle nicht-ärztlichen Beschäftigten des DHZB eine gestaffelte steuer- und sozialabgabenfreie Corona-Sonderzahlung bis zur Höhe von 600 € durchgesetzt werden.

„Die Verhandlungen fanden in einer guten Atmosphäre statt und wir sind mit dem erzielten Tarifergebnis sehr zufrieden. Die vereinbarten Erhöhungsschritte bezogen auf die Tabelle liegen deutlich über denen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst. Leermonate konnten von uns verhindert werden. Die Tariferhöhungen stellen aus unserer Sicht – besonders verbunden mit den Mindestbeträgen als starke soziale Komponente – einen wichtigen Schritt zur Angleichung an den TVöD dar. Besonders freut uns, dass wir mit einer etwas höheren Pflegezulage als im TVöD in 2021 starten können“, so Meike Jäger, ver.di Fachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin. „Dass der Nachtzuschlag für die Arbeitszeit von 20 Uhr bis 6 Uhr nun endlich auch auf das Niveau von 20 Prozent angehoben werden konnte, wird auch als großer Erfolg gewertet – schließlich gab es hier keine Erhöhung mehr seit 2009“, so Jäger weiter. „Besonders hervorzuheben ist, dass alle nicht-ärztlichen Beschäftigten des DHZB eine zusätzliche Einmalzahlung erhalten, um die die besonderen Belastungen während der Pandemie auszugleichen. Damit zieht das DHZB auch hierbei mit vielen Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg gleich.“

Die Tarifkommission ist mit dem erzielten Tarifergebnis zufrieden. Doch die Arbeit geht schon weiter. Das Deutsche Herzzentrum wird in absehbarer Zeit in die Charité als eigenständiges Zentrum integriert. Die Tarifverhandlungen zur Überleitung der Beschäftigungsverhältnisse haben schon begonnen. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Regelungen, die beim DHZB besser sind als in der Charité, mitzunehmen“, so die klare Positionierung der Verhandlungsführerin Meike Jäger.