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Warnstreik bei der Volkssolidarität

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Warnstreik bei der Volkssolidarität

Warnstreik bei der Volkssolidarität im Verbandsbereich Uckermark ver.di Warnstreik bei der Volkssolidarität im Verbandsbereich Uckermark

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruf die rund 70 Pflege-Beschäftigten der ambulanten Pflege und Wohnbereiche der Volkssolidarität, Verbandsbereich Uckermark, für Dienstag, den 20. Februar 2018, in der Zeit von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr in einen Warnstreik. Für die Medikamentengabe und für die medizinische Behandlungspflege während des Warnstreikes wird von ver.di ein Notdienst zugesagt. Der Landesverband der Volkssolidarität, zu dem der Verbandsbereich Uckermark gehört, ist seit Mitte 2016 Mitglied des Arbeitgeberverbandes „Paritätische Tarifgemeinschaft e.V.“ (PTG). Die Streikteilnehmenden treffen sich um 12 Uhr in Angermünde, Str. d. Friedens 5a, vor der Geschäftsstelle der Volkssolidarität.

Mit dem Warnstreik fordern die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di, die in Betrieben der Paritätischen Tarifgemeinschaft e.V. im Land Brandenburg beschäftigt sind, den Abschluss eines Tarifvertrages, wie er für das Land Sachsen-Anhalt zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Paritätischen Tarifgemeinschaft e.V. schon abgeschlossen wurde. Seit März 2017 gab es 12 Verhandlungstermine mit der Paritätische Tarifgemeinschaft e.V., ein Tarifabschluss ist noch nicht in Sicht. Mit den Tarifverhandlungen sollen die Arbeitsbedingungen von mind. 2.000 Beschäftigten in Bereichen der stationären, teilstationären und ambulanten Pflege in Kindertagesstätten, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Behindertenbetreuung und in Werkstätten für behinderte Menschen spürbar verbessert sowie die Berufe in der Sozialwirtschaft nachhaltig aufgewertet und dem Fachkräftemangel aktiv entgegengewirkt werden. Die Paritätische Tarifgemeinschaft hat bislang erst für die Beschäftigten in der  Pflege einen Entgeltvorschlag unterbreitet. Dieser Entgeltvorschlag liegt jedoch teilweise unter dem jetzt schon seit Juli 2017 gültigen Tarifniveau des Tarifvertrages der PTG für das Land Sachsen-Anhalt. Bei einer Pflegefachkraft sind dies bis zu 6,3 Prozent, beim Altenpflegehelfer mit einjähriger Ausbildung bis zu 24 Prozent und bei der Pflegekraft bis zu 21 Prozent weniger Entgelt als im Tarifvertrag für das Land Sachsen-Anhalt schon seit Juli 2017 geregelt ist. Darüber hinaus haben die Arbeitgeber angekündigt, dass der neue Tarifvertrag erst zum 01. Januar 2019 in Kraft treten soll. Dies bedeutet, dass die Arbeitgeber in diesem Jahr nicht mehr Entgelt zahlen wollen.

Die zuständige ver.di-Tarifkommission fordert, dass das Entgeltniveau, wie es in dem Tarifvertrag mit der Paritätischen Tarifgemeinschaft für das Land Sachsen-Anhalt schon geregelt ist, ab dem 01. Januar 2018 auch für das Land Brandenburg gelten muss. „Aus unserer Sicht müssen wir in einem aufstrebenden Bundesland wie Brandenburg zu einem Tarifabschluss kommen, der mindestens das Niveau von Sachsen-Anhalt erreicht. Das sieht auch unsere Mitgliedschaft so“, sagt Meike Jäger, Landesfachbereichsleiterin bei ver.di in Berlin-Brandenburg. Die meisten der zukünftig vom Tarifvertrag betroffenen Beschäftigten warten schon seit geraumer Zeit auf wirksame Entgelterhöhungen; besondere Ungeduld besteht bei jenen Betrieben, bei denen im Jahr 2016 schon für einen Tarifvertrag gestreikt wurde bzw. wo schon länger Tarifverträge bestehen und diese spätestens Ende 2017 durch Kündigung ausgelaufen sind. Im Verbandsbereich Uckermark der Volkssolidarität sind rund 70 Pflegekrä  fte in der ambulanten Pflege und in den Wohngemeinschaften beschäftigt. Die Beschäftigten der Volkssolidarität im Verbandsbereich Uckermark fordern schon seit dem Jahr 2015 einen Tarifvertrag. Im Jahr 2016 gab es schon zwei Streiktage.

Bericht von moz.de vom 21.02.2018
Beschäftigte der Volkssolidarität protestieren
Mit einem vierstündigen Warnstreik haben Beschäftigte des Kreisverbands Uckermark der Volkssolidarität gegen die ihrer Meinung nach...
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