Gesundheits- und Sozialwesen in Berlin-Brandenburg

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AWO Berlin: Tarifkommission stimmt Verhandlungsergebnis zu

Die ver.di-Tarifkommission bei der AWO Berlin hat am 23.05.2018 dem am 17.05.18 erzielten Verhandlungsergebnis einstimmig zugestimmt. Damit erhalten annähernd 2000 Beschäftigte bei den in einer Tarifgemeinschaft zusammengeschlossenen Trägern der AWO in Berlin rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 mehr Gehalt. Die Gesamterhöhung beträgt zwischen mindestens 8,4% und mehr als 10% und erfolgt in vier Schritten. Die ver.di Mitglieder erhalten eine zusätzliche Einmalzahlung von 75€, auszahlbar mit dem Oktoberentgelt. Die Laufzeit des Tarifvertrages wird 15 Monate betragen und endet zum 31.3.2019.

Die Tarifkommission zeigt sich mit dem Abschluss zufrieden, wurde doch das Ziel erreicht, sich weiter dem Tarifniveau des Öffentlichen Dienstes (Tarifvertrag der Länder) anzunähern. Im Februar 2019 wird das Niveau von 93% des TV-L 2018 erreicht. „Mit diesem Tarifabschluss sind wir der Gleichstellung mit den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst endlich ein Stück nähergekommen. Am Ziel sind wir jedoch noch lange nicht,“ so Meike Jäger, Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales, Wohlfahrt und Kirchen bei ver.di. „Weitere Schritte müssen ab 2019 erfolgen, denn von diesen Beschäftigten werden erhebliche Leistungen der Daseinsvorsorge in Berlin erbracht. Und wir sind der Auffassung, dass der Grundsatz – Gleiches Geld für gleiche Arbeit – insbesondere auch für Soziale Berufe gelten muss!“

ver.di vertritt die Auffassung, dass soziale Arbeit – Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, MigrantInnen, Flüchtlingen, anderen Bedürftigen-Gruppen – besser ausfinanziert werden muss. Nur mit guter Arbeit und guter Bezahlung wird es gelingen, den Herausforderungen dieser wachsenden Stadt auch in naher Zukunft noch gerecht zu werden. Aus diesem Grund unterstützt der ver.di-Fachbereich 3 auch die Forderungen des Bündnisses „Kita-Krise beenden“ und fordert ihre Mitglieder auf, sich an der für Samstag in Berlin geplanten Demonstration zu beteiligen.

Der Tarifabschluss erfolgte nach einer mehrmonatigen Tarifauseinandersetzung mit mehreren Streiktagen und unter Androhung eines mehrwöchig geplanten Streiks. Alle Beteiligten zeigten sich erleichtert, dass nun ein Streik in dieser Dimension nicht mehr notwendig geworden ist.

In der AWO Tarifgemeinschaft sind zusammengeführt: AWO Landesverband, die Kreisverbände Mitte, Spandau, Südost, Südwest, Spree-Wuhle, Treptow-Köpenick und AWO pro:mensch Berlin.