AWO Tarifgemeinschaft Berlin

Viertägiger ver.di-Warnstreik

AWO Tarifgemeinschaft Berlin

Viertägiger ver.di-Warnstreik

Berliner AWO-Einrichtungen
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Im Tarifkonflikt bei der Arbeiterwohlfahrt Berlin ruft ver.di die Beschäftigten von kommenden Mittwoch bis Freitag (15.–17. September 2021) sowie am Montag, dem 20. September 2021, zum Warnstreik auf. „Auf den zweitägigen Warnstreiks im August 2021 haben die Arbeitgeber nicht reagiert, deshalb rufen wir jetzt zu einem doppelt so langen Warnstreik auf. Die Beschäftigten werden noch einmal sehr deutlich machen, dass sie für die nächste Verhandlungsrunde am 21. September ein konkretes Angebot in Richtung Angleichung an den Tarifvertrag der Länder (TV-L) erwarten“, sagt die ver.di-Verhandlungsführerin Meike Jäger. Die Gewerkschaft fordert für die etwa 2.000 Beschäftigten der AWO-Tarifgemeinschaft Berlin, zu der der AWO-Landesverband, die meisten Kreisverbände sowie die AWO pro:mensch GmbH gehören, eine schrittweise Anhebung der Entgelte auf das Niveau des Länder-Tarifvertrags. Derzeit erhalten AWO-Beschäftigte zum Teil mehrere hundert Euro weniger im Monat als für vergleichbare Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. Vom Streik betroffen sind u.a. Kitas, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen der AWO.

„Die Benachteiligung der AWO-Beschäftigten ist durch nichts zu rechtfertigen. Sie leisten einen ebenso wichtigen Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge wie ihre Kolleginnen und Kollegen beim Land. Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Arbeitsbelastung in vielen Einrichtungen deutlich zugenommen. Die Angleichung der Bezahlung an den öffentlichen Dienst ist schon deshalb unbedingt notwendig, damit die AWO die dringend benötigten Fachkräfte in Zukunft noch gewinnen und halten kann“, sagt Susanne Feldkötter, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin. Konkret fordert ver.di, dass die Bezahlung in den AWO-Einrichtungen in einem ersten Schritt dieses Jahr auf mindestens 98 Prozent des TV-L-Niveaus angehoben und die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in die entsprechende Entgelttabelle des öffentlichen Dienstes übergeleitet werden.

Die Gewerkschaft sieht den Berliner Senat in der Pflicht, die Finanzierung von Gehältern und Arbeitsbedingungen auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes in allen Einrichtungen der Daseinsvorsorge sicherzustellen.