Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Prominente Unterstützung für Tarifverhandlungen

Carl-Thiem-Klinikum

Prominente Unterstützung für Tarifverhandlungen

Demo vor der Diakonie in Berlin: Tür auf für Tarifverträge Astrid Sauermann Prominente Unterstützung für Tarifverhandlungen  – Carl-Thiem-Klinikum


Bislang sind die Tarifverhandlungen für die rund 1.800 nicht ärztlichen Beschäftigten der städtischen Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH ergebnislos verlaufen. Im Zusammenhang mit dem Tarifkonflikt hat es bereits zwei Warnstreiks gegeben. Die Arbeitgeber weigern sich, die schon begonnenen Tarifverhandlungen fortzusetzen. Am 26. März 2021, nach drei Verhandlungsrunden, setzten die Arbeitgeber weitere Tarifgespräche einseitig aus. ver.di wurde seit dem 26. März 2021 kein neuer Verhandlungstermin unterbreitet. Für die Forderung der Gewerkschaft nach Fortsetzung der Tarifverhandlungen und einem Tarifvertrag gibt es jetzt prominente Unterstützung von Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahlen. Die Bewerber im Wahlkreis 64 (Cottbus / Landkreis Spree-Neiße) um das Direktmandat. Maja Wallstein (SPD), Heide Schinowsky (Bündis90/Die Grünen), Laura Schieritz (FDP), Dr. Markus Niggemann (CDU; CTK-Aufsichtsratsvorsitzender) und Christian Görke (Die Linke; zurzeit Mitglied im Brandenburger Landtages) haben die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen gefordert.

Kern der Auseinandersetzung zwischen ver.di und dem Klinikum ist die ver.di-Forderung nach Übernahme der Tarifregelungen aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Die betriebliche ver.di-Tarifkommission fordert die Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und hat als Kompromiss zur Lösung des Tarifkonfliktes vorgeschlagen, dass die Tabellenentgelte in einem ersten Schritt in den Jahren 2021 und 2022 nur 98 Prozent des TVöD betragen. Die ver.di-Tarifkommission fordert die schrittweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit ab 1. Januar 2023 in drei Jahresschritten von 40 Stunden bis 38,5 Stunden ab 1. Januar 2025. Weiterhin fordert die ver.di-Tarifkommission Regelungen zur Altersteilzeit und Verbesserungen für die Auszubildenden.

Die CTK-Geschäftsführung hingegen hatte für die Zeit ab 1. August 2021 nur 97 Prozent des Tabellenentgeltes des TVöD angeboten. Auch ab 1. August 2022 sollte das Tabellenentgelt nach dem Arbeitgeber weiterhin nur 97 Prozent des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) betragen. Die ver.di-Tarifkommission hatte den CTK-Vorschlag abgelehnt und darauf verwiesen, dass in den städtischen Krankenhäusern in Dresden, in Potsdam, in Brandenburg a. d. H. und in Berlin die Beschäftigten jeweils nach dem TVöD bezahlt werden. Aber auch in Cottbus werden die Beschäftigten in den städtischen Einrichtungen wie dem Tierpark, den städtischen Museen, den städtischen Sportstätten und bei den Grün- und Parkanlagen nach TVöD bezahlt. Aus Sicht von ver.di haben auch die Beschäftigten im größten kommunalen Krankenhaus im Land Brandenburg den Anspruch auf Vergütung nach dem TVöD. Alle Krankenhäuser erhalten die gleichen Zahlungen von den Krankenkassen. Daher sollten sie ihre Beschäftigten auch gleich bezahlen.

Die Tarifverhandlungen zwischen der CTK-Geschäftsführung und der Gewerkschaft ver.di werden am 2. Juli 2021 mit einem Sonderungsgespräch in kleiner Runde (je Seite mit 3 Vertreter*innen) als Video-Konferenz fortgesetzt.