Charité

ver.di erwartet rasches Entgegenkommen

Charité und Vivantes

ver.di erwartet rasches Entgegenkommen

Nach erfolgreichem Warnstreik bei den Vivantes-Tochtergesellschaften erwartet ver.di rasches Entgegenkommen der Arbeitgeber.
Streikdemo ver.di Vivantes und Charité gemeinsam im Streik


Die Beschäftigten der Vivantes-Tochtergesellschaften haben heute mit einem Warnstreik nochmals deutlich gemacht, dass sie bei den Verhandlungen über eine Angleichung der Löhne und Arbeitsbedingungen an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) eine kurzfristige Lösung erwarten.

»Die erneut gestiegene Warnstreikbeteiligung zeigt: Die Beschäftigten der Vivantes-Tochtergesellschaften meinen es ernst. Sie sind nicht länger bereit, ungleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit hinzunehmen«, sagt der ver.di-Verhandlungsführer für die Vivantes-Tochterunternehmen, Ivo Garbe. Insgesamt haben sich berlinweit rund 400 Beschäftigte an der Arbeitsniederlegung beteiligt und ihrem Unmut bei mehreren Kundgebungen Luft gemacht.

»Ich hoffe, dass die Arbeitgeber diese letzte Warnung verstanden haben«, betont Garbe. Am Donnerstag (9. September) findet bereits die achte Verhandlungsrunde statt.

»An diesem Tag wird es sich entscheiden: Entweder gibt es ein Ergebnis, das allen Beschäftigten die stufenweise Angleichung an den TVöD bringt. Oder es bahnt sich ein massiver Arbeitskampf an.« Derzeit läuft in den Vivantes-Tochtergesellschaften – ebenso wie in den Kliniken, deren Beschäftigte einen Tarifvertrag Entlastung fordern – die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik. Dessen Ergebnis wird ver.di am Montag bekanntgeben. »Wir setzen alles daran, bei den Verhandlungen am Donnerstag zu einem Kompromiss zu kommen«, so der ver.di-Verhandlungsführer. »Gelingt das nicht, werden die Beschäftigten mit weiteren Streiks die Antwort geben.« Bei einer Kundgebung hatte der Partei- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Raed Saleh, vor hunderten Streikenden erklärt, eine Tarifvereinbarung zur stufenweise Angleichung an den TVöD werde nicht am Geld scheitern. »Wir begrüßen diese klaren Worte und fordern die Vivantes-Spitze auf, endlich dem Willen ihrer Eigentümerin zu folgen und den geforderten Tarifvertrag zu unterschreiben«, sagt Garbe.

Andernfalls seien die Beschäftigten der Vivantes-Tochtergesellschaften bereit, »bis zum Ende zu kämpfen«, wie es der Küchenmitarbeiter Thomas Mierswa ausdrückt.

»Dass wir für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden, ist eine Ungerechtigkeit hoch zehn«, kritisiert er und rechnet vor: »Im Vergleich zu den Kollegen mit TVöD-Verträgen fehlen mir jeden Monat 820 Euro. Das ist Lebensqualität, die da verlorengeht.«

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