Charité

Die Berliner Krankenhausbewegung ist gestartet

Berliner Krankenhausbewegung

Die Berliner Krankenhausbewegung ist gestartet

Gesund arbeiten im Krankenhaus - Kollektiver Aufstand Berliner Krankenhausbeschäftigter für einen Tarifvertrag Entlastung
Berliner Krankenhausbewegung ver.di Berliner Krankenhausbewegung


Die Beschäftigten der beiden großen öffentlichen Krankenhausgesellschaften Charité und Vivantes (Cha/Vantes) fordern den Berliner Senat und die Arbeitgeber auf, sofort Maßnahmen gegen den Personalnotstand einzuleiten. Bis zur Abgeordnetenhauswahl wollen sie einen Tarifvertrag zur Entlastung abschließen, der vor allem Mindestpersonalausstattungen für Stationen und Bereiche festlegen und angemessene Belastungsausgleiche vorsehen soll. Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen geht es auch um die Qualität der Ausbildung. Die Cha/Vantes-Beschäftigten sind entschlossen, im Schulterschluss mit den Beschäftigten der Vivantes-Tochterunternehmen, ihre Forderungen mit allen betrieblichen, gewerkschaftlichen und politischen Aktionsformen durchzusetzen – für einen Tarifvertrag Entlastung und für Tarifbindung auf TVöD-Niveau.

„Ist der Patient auf der Intensivstation letzte Nacht gestorben, weil wir zu wenig Zeit für ihn hatten? Hat die Schwangere, die wir wegen Unterbesetzung wegschicken mussten, ihr Kind gesund auf die Welt bringen können? Muss ich meinen Beruf aufgeben, weil ich Partnerschaft, Familie und Freund*innen seit Jahren vernachlässige?“ Das sind die Fragen, die Berliner Beschäftigte in der Pflege umtreiben.

„Ist das Krankenhausessen wirklich so wenig wert, dass ich als Mitarbeiterin in der Küche in einem städtischen Berliner Krankenhaus nur 10,97 Euro verdiene – brutto die Stunde? Wie bringe ich davon mein Kind durchs Leben?“, bringt eine Kollegin aus der Speisenversorgung ihre Frustration auf den Punkt.

Diese Fragen wollen sich die etwa 15.000 betroffenen Berliner Krankenhausbeschäftigten in vier Monaten nicht mehr stellen – sie wollen jetzt Lösungen gegen Personalnotstand und unbefriedigende Arbeitsbedingungen.

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