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Landesbezirks-Newsletter 01 (Februar/2021)

Landesbezirk Berlin-Brandenburg

Landesbezirks-Newsletter 01 (Februar/2021)

2020 war ein sehr herausforderndes Jahr.
Frank Wolf (Landesbezirksleiter) Christian v. Polentz Frank Wolf  – Landesbezirksleiter Berlin-Brandenburg


VORWORT

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

2020 war ein sehr herausforderndes Jahr.

Für uns Gewerkschafter*innen war es deswegen sehr besonders, weil wir bis auf wenige Monate fast durchgängig auf die Kernelemente unseres Tuns verzichten mussten: auf persönliche Treffen, Ansprache und Gespräche sowie auf kollektive Aktionen in der Öffentlichkeit. Beides brauchen wir wie die Luft zum Atmen. Denn nur so können wir unserem Anliegen einer gerechteren Arbeitswelt das Gehör verschaffen, das nötig ist, um wirklich erfolgreich zu sein.

Wir haben 2020 trotzdem viel erreicht. Wir haben Tarifrunden erfolgreich verhandelt, wir haben neue Mitglieder gewonnen, wir haben sehr schnell neue digitale Wege für den Austausch untereinander gefunden, wir haben Politik und Arbeitgebern unsere Anliegen gut kommunizieren können. Aber jede und jeder Einzelne von uns weiß, wie viel Kraft uns das gekostet hat, wie wenig Gelegenheit zum Ausruhen, Reflektieren und Neujustieren wir hatten – und wie wenig Lust wir haben, die nächste Online-Konferenz zu starten oder die Maske aufzusetzen, statt befreit miteinander zu lachen und Pläne zu schmieden.

Auch unserem beharrlichen Einsatz und Einfluss als Gewerkschaft*innen direkt auf die Spitzen und Entscheider in der Politik ist es zu verdanken, dass die Bundes- und Landesregierungen sehr viel Geld in die Hand genommen haben, um die Folgen der Pandemie auch für die Beschäftigten und Familien abzumildern. Aber machen wir uns nichts vor: Die Rechnung werden uns Politik und Wirtschaft sehr bald präsentieren. Dafür müssen wir uns wappnen.

Wir haben in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, unseren Einfluss auf die Politik in einem unserer Bezirke direkt auszuüben. Berlin wählt ein neues Abgeordnetenhaus und damit eine neue Regierung. Einer unserer Wahlprüfsteine wird sein, dass die, die mehr haben als andere, auch mehr bezahlen müssen – und die, die weniger haben, auch weniger beteiligt werden, damit sie ihren Abstand zu den Vermögenderen ein Stückchen wettmachen können. Dafür werden wir uns mit der größten politischen Organisation, die Berlin hat, stark machen: mit unserer Gewerkschaft, mit ver.di.
Schuldenbremse in Berlin? Nicht mit uns!

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns spätestens in der Hochphase des Wahlkampfes wieder treffen und miteinander reden, lachen und für unsere Anliegen streiten und demonstrieren können. Darauf freue ich mich sehr.

Bis dahin: Passt auf Euch und Eure Liebsten auf und lasst uns 2021 gemeinsam miteinander wachsen: im Betrieb, gewerkschaftlich, politisch und persönlich.

Euer
FRANK