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Hohe Beteiligung am Warnstreik

Bezirksfachbereich Cottbus

Thiem-Service GmbH: Hohe Beteiligung am Warnstreik am 22.09.2016!

Carl-Thiem-Klinikum: Thiem-Service GmbH
Hohe Beteiligung am Warnstreik ver.di Hohe Beteiligung am Warnstreik

 
Tarifverhandlungen mit der Thiem-Service GmbH (TSG) in Cottbus

Rund 50 Beschäftigte der Thiem-Service GmbH (TSG) in Cottbus sind dem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft ver.di am 22. September 2016 von 6 Uhr bis 22 Uhr gefolgt. Bei den Servicemitarbeiterinnen auf den Stationen war ca. jede zweite Stelle in der Frühschicht und in der Spätschicht streikbedingt nicht besetzt. Die rund 90 Servicemitarbeiter/innen der TSG arbeiten auf den Stationen des Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Hand in Hand mit dem Pflegepersonal des CTK und übernehmen Serviceleistungen für die Patienten, die dann vom Pflegepersonal nicht mehr ausgeführt werden müssen.

Hohe Beteiligung am Warnstreik ver.di Hohe Beteiligung am Warnstreik

 
Auch die von der Arbeitgeberseite zugesagte Zahlung einer zusätzlichen „Streikbrecher-Prämie“ von 30 EUR für jeden Beschäftigten, der am Streiktag arbeiten geht, hat die Streikteilnehmer nicht von der Teilnahme am Warnstreik abgehalten.

Die Gewerkschaft ver.di hatte die Früh- und Spätschicht der Thiem-Service GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft des CTK, für Donnerstag, den 22.09.2016 von 6 Uhr bis 22 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen. Mit dem Streik will ver.di die Tarifforderung nach einem Tarifvertrag, der dem Tarifvertrag mit der Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH entspricht, durchsetzen. „Die Beschäftigten der Thiem-Service GmbH wollen nicht länger die Arbeitnehmer „zweiter Klasse“ im Klinikum sein und fordern Tariflöhne, die nicht zur Altersarmut führen“, so Ralf Franke von ver.di.

Schreibens des Geschäftsführers der TSG vom 21.09.2016 mit dem Angebot der „Streikbrecher-Prämie“ in Höhe von 30 EUR pro Person ver.di Schreibens des Geschäftsführers der TSG vom 21.09.2016 mit dem Angebot der „Streikbrecher-Prämie“ in Höhe von 30 EUR pro Person

 
Die Gewerkschaft ver.di hatte im April 2016 die Thiem-Service GmbH zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Erst am 1. September 2016 hatte die Thiem-Service GmbH ein erstes Tarifangebot unterbreitet. Die ver.di-Tarifkommission hatte das Arbeitgeberangebot als unzureichend ablehnt und die Übernahme der Tarifregelungen aus dem Tarifvertrag mit dem CTK gefordert.

„Die ver.di-Tarifforderungen können aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfüllt werden, weil das CTK in den letzten Jahren jährlich Gewinne gemacht hat. Im Jahr 2014 waren es 6,45 Millionen EUR“, so der ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke. „Das CTK muss mit der eigenen Tochtergesellschaft nur einen fairen Preis, der sich an den Arbeitskosten nach dem Tarifvertrag des CTK orientiert, vereinbaren oder die Leistung mit den Beschäftigten gleich ins Klinikum eingliedern“, so Franke weiter.

Die Tarifverhandlungen werden am 12. Oktober 2016 fortgesetzt.