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Solidaritätsbrief der Vivantes ver.di-Betriebsgruppe: Kündigungen …

Krankenhäuser

Solidaritätsbrief der Vivantes ver.di-Betriebsgruppe: Kündigungen im Franziskus-Krankenhaus

Mit Entsetzen erfahren wir jetzt aus den Medien und von ehemaligen Mitarbeitern, dass im Franziskus-Krankenhaus seit mehr als einem Jahr eine Entlassungswelle rollt und der kirchliche Träger Outsourcing betreibt!  Betroffen sind KollegInnen aus dem Labor, das Küchenpersonal, die Haustechnik, DiätassistentInnen und die Physiotherapie. Neue Arbeitgeber wie z.B. proCareService GmbH und A&O therapie.berlin beschäftigen nun andere MitarbeiterInnen mit Niedriglohn.

Diese Kündigungen zum Zwecke der Tarifflucht verurteilen wir und möchten unsere Solidarität aussprechen sowohl mit den betroffenen KollegInnen, die vor die Tür gesetzt wurden als auch mit denen, die tariflos neu eingestellt wurden.

Das Modell der Krankenhausfinanzierung macht das Krankenhaus zur Fabrik.  Das Unterlassen der Investitionspflicht durch das Land Berlin führt dazu, dass die Betriebsmittel in Baustellen zweckentfremdet werden und Krankenhauspersonal  fehlt, in die Arbeitslosigkeit getrieben oder zur Arbeit zu Dumpinglöhnen verdammt wird.

Damit muss Schluss sein! Auch bei Vivantes, einem kommunalen Krankenhaus mit ca. 15000 MitarbeiterInnen gibt es zahlreiche Tochtergesellschaften, die zum Zwecke der Tarifflucht gegründet wurden. Der TVöD, Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, der uns ein normales Einkommen sichern soll, geht auf diese Weise nach und nach verloren. Die bei ver.di gewerkschaftlich organisierten Vivantes - KollegInnen kämpfen seit Jahren mit Aktionen bis in die Politik hinein und mit Streiks für den Erhalt des TVöD.

Wir stehen zu euch, lasst uns wissen, wenn es konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für euch gibt.

Mit solidarischen Grüßen
Charlotte Rutz-Sperling
für die Vivantes ver.di-Betriebsgruppe

www.verdiinvivantes.de