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Bezirksfachbereich Berlin

ver.di begrüßt die Einigung zur Vergütung der ambulanten Pflege in Berlin

Ab März 2018 soll die Vergütung für ambulante Pflegeleistungen um bis zu 6 Prozent steigen. Die geplante Erhöhung ist vor allem dafür vorgesehen, die Gehälter der Pflegedienstmitarbeiter entsprechend anzuheben. Leider war es in der Vergangenheit so, dass viele Pflegedienste die Vergütungserhöhung nicht oder nur in geringer Höhe an ihre Beschäftigten weitergegeben haben. Daher begrüßt die Gewerkschaft ver.di ausdrücklich die gemeinsame Initiative der Senatsverwaltung für Gesundheit und Pflege, der Pflegekassen unter Federführung der AOK Nordost sowie der Arbeitsgemeinschaft Ambulante Pflege in Berlin, nach der zukünftig die höhere Vergütung nur dann an die Pflegedienste ausgezahlt werden soll, wenn die Beschäftigten nachweislich und in entsprechender Höhe davon profitieren. Für die Pflegekräfte würde die Umsetzung dieser Verabredung eine Lohnerhöhung von mehr als 5 Prozent in 2018 bedeuten.

Hierzu Meike Jäger, Landesfachbereichsleiterin Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen in ver.di: „Es wird darauf ankommen, dass die Weitergabe dieses Vergütungszuwachses auch tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt und nicht, wie es in der Vergangenheit regelmäßig vorgekommen ist, als Mitnahmeeffekt von den Arbeitgebern eingestrichen wird. Aus diesem Grund halten wir eine flächendeckende Durchführungskontrolle bei den mehr als 600 ambulanten Pflegediensten in Berlin für dringend erforderlich. Auch die Arbeitgeber in der ambulanten Pflege müssen endlich erkennen, dass man nicht einerseits über den Fachkräftemangel jammern kann und andererseits nichts oder nur wenig dafür tut, dass der Beruf attraktiver wird. Nur wer künftig gute Arbeitsbedingungen mit leistungsgerechten Gehältern anbietet, wird am Markt bestehen können“.

Ver.di hat fast 3000 Mitglieder in Berlin in der ambulanten, teilstationären und stationären Altenhilfe organisiert und ist regelmäßig im Austausch mit den Betriebsräten und Mitarbeitervertretungen sowie vielen Einzelbeschäftigten, die wegen Rechtsfragen Kontakt mit ihrer Gewerkschaft aufnehmen. Die Arbeitsbedingungen insbesondere in der ambulanten Altenpflege werden als herausfordernd und anstrengend bezeichnet. Verbesserungen, insbesondere beim Entgelt sind dringend angezeigt.

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