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Keine weitere Tochtergesellschaft

Carl-Thiem-Klinikum

Keine weitere Tochtergesellschaft

Gewerkschaft ver.di spricht sich gegen die Bildung einer weiteren Tochtergesellschaft beim Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus aus

Die Gewerkschaft ver.di begrüßt die Absicht der Stadt Cottbus, die externen Reinigungsbeschäftigten im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus in das Carl-Thiem-Klinikum bzw. in eine Tochtergesellschaft einzugliedern. Die Gewerkschaft ver.di hält aber die Gründung der weiteren Tochtergesellschaft Thiem-Reinigung GmbH neben der schon bestehenden Thiem-Service GmbH nicht für erforderlich. In einem Brief an den Cottbuser Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und an die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung fordert ver.di, die Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft abzulehnen.

„Mit der Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft wird die Belegschaft im Carl-Thiem-Klinikum weiter aufgespalten. Dies lehnt die Gewerkschaft ver.di ab.“ so Ralf Franke, ver.di-Gewerkschaftssekretär in Cottbus.

„Schon mit der Gründung der bestehenden Thiem-Service GmbH wurde die Spaltung der Belegschaft im Carl-Thiem-Klinikum verfolgt“, so Franke weiter. Die Gewerkschaft ver.di hatte im Jahr 2010 die Gründung der Thiem-Service GmbH kritisiert. Bei den Tarifverhandlungen für die rund 100 Beschäftigten der Thiem-Service GmbH im Jahr 2016 wurde deutlich, dass Ziel und Zweck dieser Tochtergesellschaft nur darin bestand, für die Beschäftigten schlechtere tarifvertragliche Regelungen zu vereinbaren, als wie sie im Carl-Thiem-Klinikum gelten.

Die Gründung einer zusätzlich Thiem-Reinigung GmbH zur Übernahme der Reinigungsdienstleistungen ist nicht erforderlich, weil die bestehende Thiem-Service GmbH gemäß dem im Gesellschaftervertrag vereinbarten Gesellschaftszweck die Reinigungsleistungen und die Reinigungsbeschäftigten selbst übernehmen kann. Die beabsichtigte Einsparung der Mehrwertsteuer (240 000 EUR im Jahr) tritt auch dann ein, wenn die Reinigung von der bestehenden Thiem-Service GmbH übernommen wird.

Für die Beschäftigten bei der Thiem-Service GmbH gilt seit 1. Januar 2017 ein Tarifvertrag. Die Fortentwicklung dieses Tarifvertrages wird spätestens ab 1. Oktober 2018 verhandelt. Ein Betriebsrat ist bei der Thiem-Service GmbH auch vorhanden.

Nach Auffassung der Gewerkschaft ver.di will die Klinikleitung mit der Gründung der zusätzlichen Tochtergesellschaft Thiem-Reinigung GmbH verhindern, dass die Reinigungsbeschäftigten unter den Tarifvertrag bei der bestehenden Thiem-Service GmbH fallen.

Die Gewerkschaft ver.di kann auch nicht nachvollziehen, warum das größte Krankenhaus im Land Brandenburg nicht in der Lage sei, das erforderliche Know-How und Management für einen eigenen Reinigungsdienst zu stellen. Hygiene und Reinigung sind eine wichtige Aufgabe eines Krankenhauses und müssen durch das Krankenhaus sichergestellt werden! Andere kleinere Krankenhäuser, wie zum Beispiel die Klinikum Niederlausitz GmbH und die Elbe-Elster Klinikum GmbH kommen bei der Reinigung auch ohne externe Partner aus.

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