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An Lebensphasen orientiertes Arbeiten attraktiv gestalten

Tagung

An Lebensphasen orientiertes Arbeiten attraktiv gestalten

Wir laden zur 3. Veranstaltung der Tagungsreihe „gemeinsam und konkret: Pflegepersonal nachhaltig stärken“ im Rahmen des ESF-Projektes „Alternsgerechtes und gendersensibles Arbeiten in der Pflege“ (AGAP) am 05.02.2018 in Berlin ein.

An Lebensphasen orientiertes Arbeiten attraktiv gestalten

Wann:
05.02.2018 von 14:00 – 17:30 Uhr

Wo:
ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Köpenicker Str. 30 · 10179 Berlin
6. Etage (Raum 6.06)

In Zeiten des Pflege(fach)kraftmangels braucht es dringend auch Ideen, wie Beschäftigte möglichst lange im Beruf gehalten werden können.

Im Kontext alternsgerechter und gendersensibler Arbeit in der Pflege stellt sich die Frage, wie die unterschiedliche Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmer*innen in den verschiedenen Lebensphasen auf betrieblicher Ebene aktiv durch Arbeitgeber und betriebliche Interessenvertretung gestaltet werden kann. Die Situation von Frauen sollte dabei nicht nur aufgrund des hohen Frauenanteils in der Altenpflege (85% bundesweit) besondere Beachtung finden, sondern auch weil diese in unserer Gesellschaft immer noch den Löwenanteil an der Care-Arbeit leisten.

Aus der Sicht von ver.di als Kooperationspartner im Projekt „Alternsgerechte und gendersensible Arbeit in der Pflege“ sollte vor allem die Endphase der aktiven sozialversicherungspflichtigen Berufstätigkeit in den Fokus genommen werden. Immer wieder formulieren gerade ältere Beschäftigte den Wunsch nach einer finanziell abgefederten Altersteilzeit oder nach einer Flexi-Rente, mit der rentenrechtliche Nachteile abgefedert werden können. Jüngere Beschäftigte möchten mehr Spielraum haben, um ihre Wochenarbeitszeit entlang der persönlichen Lebensphasen (Elternschaft, berufsbegleitendes Studium, Pflege von Angehörigen, etc.) gestalten zu können. Dafür würden sich betriebliche Langzeitkonten anbieten, die jedoch aufgrund der notwendigen Insolvenzsicherung für Arbeitgeber finanziell risikobehaftet sein können. Und auch junge Arbeitnehmer*innen machen sich heute zunehmend Gedanken über eine angemessene Altersrente. Da die staatlich garantierten Ansprüche weiter verringert wurden, hat die betriebliche Altersversorgung, auch gestärkt durch das neue Betriebsrentenfördergesetz, neuen Aufwind erhalten.  

Mit unserer Expertin Dr. Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik in der ver.di Bundesverwaltung, wollen wir die verschiedenen Möglichkeiten der Lebensarbeitszeitgestaltung sowie des Übergangs ins Rentenalter beleuchten und im Anschluss darüber diskutieren, welche der Modelle auf betrieblicher Ebene als anschluss- bzw. umsetzungsfähig betrachtet werden.

Programmablauf: 

Anmeldung: ab 13:30 Uhr
Beginn: 14:00 Uhr
Ende: 17:30 Uhr

  • Begrüßung
    ver.di Landesbezirksfachbereichsleiterin Meike Jäger und Projektleiterin Grynet Kleiner

  • Referat
    Lebensphasenorientiert arbeiten – attraktive Arbeitszeit- und Rentenmodelle in der Altenpflege
    Dr. Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik Ressort 5, ver.di-Bundesverwaltung

  • Pause gegen 15:30 Uhr

  • Podiumsdiskussion mit
    - Elisabeth Scharfenberg, bis 2017 Sprecherin Alten- u. Pflegepolitik, Partei Bündnis 90/Die Grünen
    - Isabell Halletz, Arbeitgeberverband Pflege e.V.
    - Dr. Judith Kerschbaumer, Leiterin Sozialpolitik, ver.di
    - Michael Musall, ver.di-Fachsekretär Altenpflege
    - Wilfried Brexel, Seniorenstiftung Prenzlauer Berg

  • Moderation:
    Meike Jäger, Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales, ver.di

Anmeldungen:
per E-Mail bitte bis zum 26. Januar 2018 an kleiner.grynet@bfw.de 

Wir freuen uns, auch im Namen des zweiten strategischen Kooperationspartners, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), auf einen spannenden Austausch.